Auf der Bezirkssportanlage an der Außenmühle darf seit Jahresbeginn weder gespielt noch trainiert werden. Foto: pr
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Die marode Bezirkssportanlage an der Außenmühle wird umfassend saniert. Dies haben SPD und Grüne in der Bürgerschaft beschlossen. Der Grandplatz soll in einen Kunstrasenplatz mit Quarzsand- oder Kork-Füllung umgebaut, Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage erneuert und ein Basketballfeld angelegt werden. Außerdem sind mehrere Fitness-Stationen geplant. Insgesamt kostet die Sanierung rund 2,7 Millionen Euro.
„Bauvorbereitende Maßnahmen wie Kampfmittelsondierung und ein hydrologisches Gutachten sind bereits angelaufen“, sagt Bezirksamtssprecher Dennis Imhäuser. „Alle weiteren Baumaßnahmen werden jetzt in Absprache mit dem Bezirklichen Sportstättenbau beauftragt.“ Im Idealfall könnte die Anlage „Ende 2020 fertig sein.“
Wie wird die Sanierung finanziert? Die Stadtent-
wicklungsbehörde steuert 1,23 Millionen Euro bei, aus Quartiersfondsmitteln der Finanzbehörde kommen 450.000 Euro, der Bezirk Harburg beteiligt sich mit 120.000 Euro. 25.000 Euro für die Suche nach Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg spendiert die Finanzbehörde, 60.000 Euro für eine Flutlichtanlage kommen vom Hamburger Fußballverband. Die noch fehlenden rund 840.000 Euro werden aus dem Sanierungsfonds Hamburg gedeckt.
Künftig soll die Sportanlage auch für Freizeitssportler geöffnet werden. Sind Konflikte zwischen Freizeit- und Vereinsnutzung dann nicht vorprogrammiert? Bezirksamtssprecher Imhäuser: „Freizeitsportler dürfen die Anlage – hier vor allem Kunstrasenplatz und die Laufbahn – nutzen, wenn kein Schul, Trainigs- oder Spielbetrieb stattfindet. Welche organisatorischen, baulichen oder personellen Maßnahmen ergriffen werden, wird im kommenden Jahr ausgearbeitet.“

Hintergrund
Die Sportanlage am Außenmühlenteich gibt es seit 1956. Sie besteht aus einem Grandplatz, einer breiten Laufbahn und Zuschauertraversen. Früher war hier über viele Jahre die FSV Harburg zu Hause.
Seit Anfang 2019 ist die Sportanlage nach dem Unfall eines Schülers für den Trainings- und Spielbetrieb komplett gesperrt. Zuletzt hatten Teams der aus der Fusion mit Rönneburg entstandenen FSV Harburg-Rönneburg an fünf Tagen die Woche auf dem Sportplatz Außenmühle trainiert. Gespielt wurde zunehmend auf dem Sportplatz Wilstorfer Höh. Jetzt findet dort der gesamte Trainings- und Spielbetrieb statt.
Der SVS Mesopotamien, der an vier Tagen pro Woche mit seinen Mannschaften an der Außenmühle trainiert und dort auch seine Punktspiele ausgetragen hatte, ist auf den Sportplatz Baererstraße ausgewichen.

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