Ein mutiger Schritt: Der Harburger Moritz Plambeck (18) ist jetzt Radsport-Profi. Foto: pr

Waldemar Düse, Harburg.
Welch ein Abschluss einer tollen Saison: Nach einem sechsten Rang in der Gesamtwertung der 173 Fahrer der Radsportbundesliga und dem vierten Platz bei den Deutschen Meisterschaften der Einzelfahrer hat der Harburger Moritz Plambeck nun einen Profivertrag beim Kontinental-Team Dauner Akkon unterschrieben.
„Natürlich hängen die Trauben bei den Profis um ein wesentliches höher, aber ich denke, dass ich mich dort in guten Händen befinde und mich weiter entwickeln kann“, kommentiert der gerade 18 Jahre alt Gewordene einen entscheidenden Schritt einer von seinen Eltern systematisch begleiteten Karriere. Dauner Akkon hat in der gerade beendeten Straßensaison an einigen Rundfahrten in Übersee und an der Deutschland-Tour teilgenommen.
Aber einen Profivertrag dieser Art zu unterschreiben bedeutet Zweierlei noch nicht: Zum einen ist das noch nicht die Eintrittskarte, um sich bei den großen Rundfahrten wie der Tour de France mitquälen zu dürfen. Zum anderen hat Moritz Plambeck finanziell damit noch nicht ausgesorgt. Die Sportart heißt schließlich Radsport und nicht Fußball.
„Man kann davon nicht leben“, betont Vater Frank. Und er muss es wissen. Schließlich war er selbst ein höchst erfolgreicher Radrennfahrer: Deutscher Straßen-Juniorenmeister 1978, Deutscher Straßen-Vizemeister 1985, Deutscher Meister im Mannshaftzeitfahren heißen nur einige seiner errungenen Lorbeeren.
In die Liga der Tour-Matadore schaffe es weltweit ein Fahrer jährlich aus der Altersklasse .
„Wettkampfhärte ist das Stichwort.“ Zum Vergleich für alle ambitionierten Cyclassics-Amateure: Professionelle Wettkampfhärte heißt, vier Stunden lang 45 Stundenkilometer schnell zu fahren. Moritz Plambeck ist jetzt bei einem dreistündigen Tempo von 40 Stundenkilometern angekommen. Aber ihm seien zwei Charaktereigenschaften eigen, ohne die es aussichtslos ist, betont sein Vater: „Wille und Ehrgeiz.“
Ob Moritz Plambeck tatsächlich den Sprung aus der Kategorie der Berufsradfahrer, die von ihrem Sport noch nicht leben können, in die „Champions-League derjenigen schafft, deren Namen auch Laien aus dem Fernsehen bekannt sind“, entscheidet sich in den kommenden beiden Jahren.

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