Im Refugio-Café wird geklönt, gelacht, gespielt, geholfen. Foto: pr

Harburg. Im Herbst 2014 öffnete an der Bremer Straße 9 das „Refugio-Café der Gastfreundschaft“. Seit fünf Jahren kümmern sich dort Freiwillige um Flüchtlinge aus aller Welt, die es aus Krisenregionen nach Harburg verschlagen hat.
Der Besucher- und Helferkreis wuchs beständig, schnell konnten die Öffnungszeiten von zwei auf sechs Tage pro Woche ausgedehnt werden. „In der sehr schwierigen Zeit mit vielen ankommenden Menschen in 2015/2016, besuchten weit mehr als 200 Personen pro Tag das Refugio, manchmal war es schwer einen Stehplatz zu bekommen“, erinnert sich Michael Schade vom Refugio-Team.
Heute hat sich die Situation geändert. Die vielen Erstaufnahmeunterkünfte im Süderelberaum sind weitgehend verschwunden. Viele Menschen konnten in Folgeunterkünfte mit etwas besseren Wohnbedingungen umziehen. Manche konnten eine Ausbildung beginnen, eine Arbeit aufnehmen, neue soziale Beziehungen knüpfen.
Oft müssen noch bürokratische Hürden überwunden werden: bei der Anerkennung von Zeugnissen, bei der Zulassung zum Studium, beim Finden einer Möglichkeit zur Erlangung eines Schulabschlusses, beim Familiennachzug. Michael Schade: „Wichtige und oft sehr schwierige Eingliederungsschritte müssen noch gegangen werden. Das ‘Café-Zuflucht’ (Refugio) bleibt ein wichtiger Ort der gegenseitigen menschlichen Begegnung und Unterstützung.“
Am Sonnabend, 16. November, gibt es ab 16 Uhr ein großes Wiedersehen von alten und neuen „Refugiosos“. Aber auch alle anderen Menschen sind eingeladen, den kleinen Schritt über die Schwelle in der Bremer Straße 9 zu wagen. Der Eintritt ist wie immer – und wie alles im Refugio – frei.

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