Bei der Arbeit: Gerhard Sadler, Frieder Bachteler und Andreas Lettow (v. l.) bilden die Redaktion des „Westwinds“. Ein eingespieltes Team, das sich regelmäßig im Osborn53 trifft. Foto: pr
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Der Westwind berichtet seit 90 Ausgaben über den Osdorfer Born

Matthias Greulich, Osdorfer Born

Auf dem Cover des neuen „Westwinds“ erkennt man eine 53, ein Schlagzeug und Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen. Das Bild, das bei der Eröffnung des Café Osborn53 entstand, zeigt was die Redaktion des Stadtteilmagazins des Odorfer Borns am Mittwoch, 13. November, vorhat. „Wir wollen in den Dialog mit unseren Lesern kommen“, sagt Redaktionsleiter Frieder Bachteler. Wobei man für Jüngere hinzufügen muss, dass die 53 die Postleitzahl von Osdorf und Lurup war, als der Born gebaut wurde.

Noch nicht ganz solange, aber mittlerweile immerhin schon seit 2010, gibt es den Westwind. Laut Bachteler ein Werkzeug, das helfen soll, dem Osdorfer Born eine Identität zu verleihen. Die 90. Ausgabe, die mit dem Schlagzeug, wird gerade im Stadtteil verteilt. Laut zu trommeln ist nicht der Stil von Bachteler, Andreas Lettow und Gerhard Sadler, die die Redaktion bilden.

Lob für die Serie „Kunst im öffentlichen Raum“

Ausdauernd und fundiert berichtet das Blatt über die bescheidene Borner Verkehrsanbindung, stellt interessante Menschen aus dem Stadtteil vor oder fragt kritisch nach, warum die versprochene Veloroute 1 noch immer nicht am Born beginnt. 25 Folgen lang hat Gerhard Sadler Kunst im öffentlichen Raum gezeigt. Der Westwind hat Niveau und kommt in „gediegenerer Ausstattung“ daher, wie Bachteler das ansprechende Layout und den hochwertigen Druck beschreibt. Ein billig gemachtes Magazin, findet das ehrenamtlich tätige Redaktionsteam, habe der Stadtteil nicht verdient.

Das Bezirksamt Altona hat zwei gebundene Bände mit „Westwind“-Ausgaben, demnächt kommt ein dritter hinzu. Das Magazin finanziert sich nicht durch Anzeigen. Es wird vom Diakonischen Werk herausgegeben und unter anderem vom Bezirk Altona unterstützt.

Während also unter anderem bei Lokalpolitikern und im Bezirksamt nachgelesen wird, was Bachteler und Co. über den Stadtteil schreiben, ist es nicht immer gelungen, die Bewohner zu motivieren, ihre Sicht der Dinge selber aufzuschreiben. Der direkte Austausch könnte nun helfen, bislang unentdeckte Talente in die Redaktion zu holen. „Wir freuen uns drauf“, so Frieder Bachteler.

❱❱ Westwind trifft seine Leser

Mittwoch, 13. November, 19 Uhr, Café Osborn53, im Bürgerhaus Bornheide (rotes Haus), Bornheide 76

westwind-hh.net

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