Der Sportplatz ist mit einem Zaun umgeben und befindet sich im Zentrum der Veddel, an der Ecke Wilhelmsburger Straße / Drevesweg. Foto: cvs

Bolzplatz Veddel: Ende 2017 wurde das Geld für die
Lampen bewilligt, seitdem ist nichts passiert

Ch. v. Savigny, Veddel.
Auf dem orangeroten Spielfeld an der Wilhelmsburger Straße wird eifrig gegen das runde Leder getreten. Nachmittag für Nachmittag treffen sich hier – auf dem einzigen frei zugänglichen Bolzplatz der Veddel – scharenweise Kinder und Jugendliche zum Fußball- spielen. „Es ist einer der wenigen Plätze, wo sich auch die älteren Schüler mal austoben dürfen“, sagt Uschi Hoffmann, Diakonin der gegenüberliegenden Immanuelkirche. Allerdings sei das Vergnügen immer nur von kurzer Dauer. „Der Schulunterricht dauert meist bis 16 Uhr, und danach bleibt nicht mehr viel Zeit, bis es dunkel wird. Insbesondere im Winter wird das zum Problem.“
Die Anlage, die fast unmittelbar an der Bahnlinie liegt, war vor einigen Jahren mit einem modernen Gummibelag und einem hohen Ballfangzaun ausgestattet worden. Was jedoch nach wie vor vor fehlt, ist eine geeignete Beleuchtung, die den Betrieb auch in den Abendstunden ermöglichen würde.
Kurios: Bereits Ende 2017 hatte der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Mitte – auf Initiative des Stadtteilbeirats Veddel hin – 12.500 Euro für die Beleuchtung des Platzes zur Verfügung gestellt. Passiert ist seitdem – nichts.
„Das macht mich wirklich wütend“, sagt der Veddeler SPD-Politiker Klaus Lübke, der die Ausreden der Verantwortlichen offenbar schon lange nicht mehr hören kann. „Angeblich gibt’s keinen Strom“, so Lübke. „Dabei befindet sich direkt nebenan ein großer Verteilerkasten.“ Nach Meinung des SPD-Manns wird die Umsetzung des Beschlusses von den Beamten des Bezirksamts seit zwei Jahren „aktiv“ verhindert.
Noch kurioser: Nach Auskunft des Bezirksamts scheint das Vorhaben im Laufe der Zeit schlichtweg vergessen worden zu sein: „Bedingt durch den Weggang eines Kollegen, der in die Sache involviert war, gab es offenbar ein Kommunikations- und Abstimmungsproblem“, sagt Amtssprecherin Sorina Weiland. Insofern sei es sogar erfreulich, dass das Wochenblatt das Thema erneut angestoßen habe. „Wir werden die Angelegenheit jetzt schnellstmöglichst auf den Weg bringen“, so Weiland.

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