Den Aufstieg im Blick: Die ersten Herren der HSG Elbvororte mit ihrem Trainer Lars Rindlisbacher (mittlere Reihe ganz rechts). Foto: pr
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Mateo Schneider, Elbvororte

Diese Aussage lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. „Wir wollen aufsteigen“, sagt Moritz Ekberg, Pressesprecher der Handballer der HSG Elbvororte. Aufsteigen in die Hamburg-Liga, die höchste Spielklasse zwischen Alster, Bille, Elbe und Wandse.

2015 haben sich die SV Blankenese und die HSG Rissen/Wedel im Männerbereich zusammengetan, um „dem Handball im Westen wieder eine Heimat zu geben.“ Ein Weg, der sich einfacher anhört, als er ist. Die Kooperation ist ausschließlich auf den Männerbereich beschränkt und umfasst derzeit jeweils eine Mannschaft in der Landesliga, Hamburgs zweithöchster Handballliga, und den beiden Ligen darunter sowie ein Seniorenteam in der Bezirksliga.

„Altkluge Routiniers
treffen vorlaute Talente“

Im Frauen- und Mädchenbereich arbeiten die beteiligten Vereine weiterhin auf eigene Rechnung. „Trotzdem gibt es keinen Vereinsegoismus.“ Darauf legt Ekberg Wert. Vor dem Hintergrund stetig sinkender Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren hätten die einzelnen Vereine einen Spielbetrieb bei den Männern kaum noch aufrechterhalten können. „In Blankenese gab es in der letzten Zeit vor der Spielgemeinschaft nicht einmal mehr genügend Spieler für einen geordneten Trainingsbetrieb, allgemein ist bei allen beteiligten Vereinen damals Quantität und Qualität runtergegangen“, so Ekberg. So blieben am Ende nur zwei Möglichkeiten: Einzeln aufzuhören oder gemeinsam weiterzumachen.

Mit Leben gefüllt wird das Vorhaben durchaus forsch und selbstironisch. „Wir bieten Mannschaften mit einer runden Mischung aus altklugen Routiniers und vorlauten Nachwuchstalenten. Eine Sozialisierung für Quiddjes und eine Mannschaftsdynamik, die klar über 60 Minuten hinausgeht“, heißt es auf der Internetpräsenz der HSG dazu.

Für die laufende Saison konnte mit Lars Rindlisbacher ein bereits in der Dritten Liga tätig gewesener Trainer verpflichtet werden. Derzeit rangiert das Team punktgleich mit dem FC St. Pauli III auf Rang drei der Landesliga, zwei Punkte hinter Tabellenführer SG Hamburg-Nord III. Eine Position, die durchaus zu Hoffnungen berechtigt, bereits im kommenden Frühsommer das ersehnte Ziel erreicht zu haben. Ekberg betont aber schon jetzt: „Der Zusammenschluss war erfolgreich. Das Ganze ist ein Prozess.“

❱❱ hsgelbvororte.de

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