In der katholischen Mythologie steigen an Allerseelen die Toten vom Fegefeuer auf die Erde hinab. Wie passend, denn dieses Jahr gibt es dort richtig was zu sehen! Zwölf weitere Seelen (samt Körper) reisen – nein, nicht aus dem Fegefeuer – sondern aus dem Norden und Süden, dem Osten und Westen der Republik an. Es sind Gladiatorinnen und Gladiatoren des Improvisationstheaters. Sie kommen aus zwölf verschiedenen Theatergruppen und ihr Ziel ist die Fight Night, die in diesem Jahr zum siebten Mal ausgerichtet wird. In mehreren Runden treten sie mit- und gegeneinander in den Ring.

Der umkämpfte Wandergürtel

Es wird gespielt, gesungen und vor allem improvisiert, denn nichts ist so geprobt worden. Zurufe aus dem Publikum helfen bei der Entwicklung der szenischen Kurzgeschichten. Getreu des Mottos „Zwölf sind elf zu viel“ bleibt eine Person am Ende übrig und darf ein Jahr lang den Impro-Wandergürtel tragen, alle anderen ziehen in die Walhalla-Waikiki-Bar ein und lassen sich vom Walkürer bewirten. (Die Seelen aus dem Fegefeuer werden beeindruckt sein.) Organisiert wird die Fight Night von der Hamburger Improvisationstheatergruppe Schiller Killer. Die Ermittlung des Gewinners, respektive der Gewinnerin, erfolgt durch eine Jury und das Publikum.

Die Titelverteidigerin „Fräulein Lotte“ von Tante EDMA’s ImproLounge aus Berlin

Der Ort der Austragung ist in diesem Jahr erstmals das Klabauter Theater. Da somit der Klabautermann gewissermaßen der Schutzpatron dieser Theaterveranstaltung ist, wird der Hamburger Hafen kurzfristig nach Borgfelde verlegt und in See gestochen. Doch auf dem offenen Meer lauern allerlei Gefahren, ob nun durch Seeungeheuer, Nixen, Piraten… Die Schiller Killer werden sich so manche Herausforderung überlegt haben. Die Fight Night findet statt am 2. November um 19 Uhr im Klabauter Theater, Jungestraße 7a, nahe Berliner Tor. Tickets gibt es hier.

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