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Zeitzeugnisse in guten Händen: Zweite Vorsitzende des Stadtteilarchiv Ottensen e.V. Kathrin Offen-Klöckner (von rechts), Geschäftsführerin Anke Schulz, erster Vorsitzender Burkhart Springstubbe und Vereinsmitglied Georg Wawzyniak übergeben die historischen Bücher an die Bibliotheksleiterin des Altonaer Museums Britta Niebuhr. Foto: Lisa Otto
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Während einer Sichtung der Bestände im Stadtteilarchiv Ottensen e.V. kamen sie ans Licht: Zwei Bände des Altonaischen Mercurius von 1807 und 1816. Der Altonaische Mercurius war seinerzeit die bedeutendste Zeitung im gesamten Norden. Herausgegeben wurde sie von 1698 bis 1838 zunächst durch den Diplomaten Pieter Poel. Dank seines Freundes Caspar Voght erlangte er damals das königliche Privileg zum Verlegen dieser Zeitung sowie des sogenannten Landkalenders oder Staatskalenders. Später übernahm sein Sohn Ernst Poel die Herausgabe.

Das Stadtteilarchiv Ottensen hat entschieden, dass das niedrigschwellige Angebot des Archivs für so einen Schatz nicht der richtige Aufbewahrungsort ist. Die Bibliothek des Altonaer Museums kann derartige historische Dokumente besser lagern und ggf. aufbereiten. Die Bibliotheksleiterin Britta Niebuhr nahm das Angebot einer Dauerleihgabe dankend an. Denn: Einer der beiden Bände fehlt auch der Museumsbibliothek noch in ihrer Sammlung.

Diese Woche übergaben der erste Vorsitzende Burkhart Springstubbe, zweite Vorsitzende Kathrin Offen-Klöckner, Geschäftsführerin Anke Schulz und aktives Vereinsmitglied Georg Wawzyniak die historischen Zeitungen an die Museumsbibliothek. Mit den beiden Exemplaren verfügt die Bibliothek nun über eine Sammlung, die 70 Jahre abdeckt. „Das ist immerhin etwa die Hälfte des Erscheinungszeitraums“, stellt Britta Niebuhr anerkennend fest. Zum Abschied hieß es: „Weiterhin auf gute Zusammenarbeit!“

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