Sie finden’s auf jeden Fall gut: Aurubis-Azubis. Foto: pr

Von Gaby Pöpleu, Veddel.
Das neue Innovations- und Ausbildungszentrum IAZ der Aurubis AG ist nach anderthalb Jahren Bauzeit fertig: Rund 18 Millionen Euro hat sich das frühere Kupfer- und heutige Multimetall-Unternehmen das 6.500 Quadratmeter-Gebäude kosten lassen. Der Neubau nimmt die Abteilung Forschung und Entwicklung mit 60 Mitarbeitern und ein modernes Ausbildungszentrum mit Werkstätten, Maschinen und Laboren für den Fachkräftenachwuchs, derzeit rund 180 Auszubildende, auf.
In der 1.400 Quadratmeter großen Ausbildungswerkstatt stehen 90 Werkbänke und über 40 Ausbildungsmaschinen. Hier sollen die Azubis vor allem in den ersten Monaten ihrer Ausbildung die Grundlagen ihres Berufes erlernen, bevor sie in die Praxis im Hamburger Werk einsteigen. Außerdem gibt es flexibel gestaltete Gruppen-, Lern- und Arbeitsräume.
Die räumliche Nähe der Azubis zum Bereich Forschung und Entwicklung soll beide Seiten voran bringen: Die gemeinsame Nutzung der Ausstattung, aber auch gemeinsame Versuchsdurchführungen sollen dazu beitragen, dass die Mitarbeiter beider Bereiche von einander lernen und Anregungen bekommen.

Aurubis will in den kommenden Jahren die Zahl der Ausbildungsplätze auf 300 fast verdoppeln. Auch dafür soll das Gebäude genug Platz bieten. Der Metallkonzern bildet in elf verschiedenen Berufen aus, vom Verfahrenstechnologen in der Metallindustrie über Chemielaboranten bis hin zum Dualen Studium, ist damit der zweitgrößte industrielle Ausbilder in Hamburg.
Das neue Ausbildungszentrum war nötig geworden, weil das Unternehmen seinen Bedarf an Fachkräften selbst ausbilden will. So lag die Übernahmequote schon in den vergangenen Jahren bei rund 90 Prozent.
Schon länger engagiert sich Aurubis außerdem in Projekten, um junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen ins Berufsleben zu integrieren. Zusammen mit der Stadtteilschule Veddel betreibt das Unternehmen das Programm „AV 10-Plus“, um Hauptschulabgängern den Berufseinstieg zu erleichtern. Neuerdings unterstützt das Unternehmen außerdem die „Joblinge“, ein Projekt für ältere arbeitslose Jugendliche ohne Ausbildung, und „MUT Academy“, ein Projekt für Schüler aus schwierigem Umfeld mit Startschwierigkeiten. Im gerade begonnenen Ausbildungsjahrgang sind je zwei Auszubildende aus den Projekten vertreten.

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