Fast 150 Anwohner wollten hören, was für Pläne Stadt und IBA für ihren Stadtteil Georgswerder haben. Foto: S. Grundke
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Sebastian Grundke, Georgswerder.
IBA Hamburg und Vertreter der Stadt haben den Wünschen der Bürger von Georgswerder eine Absage erteil. Diese hatten sich zuletzt unter anderem mehr Wohnungsbau gewünscht, auch in Form von Einfamilienhäusern. „Wir haben Ihnen gegenüber im Wort gestanden“, sagte Michael Mathe (Bezirksamt Mitte) beim Erörterungstermin vor 150 Anwohnern. Aus „städtebaulichen Gründen“ habe man das Anliegen jedoch ablehnen müssen.
Obwohl von Anwohnern mehrfach gefordert, sehen die offiziellen Pläne für Georgswerder weder einen Treffpunkt noch einen Quartiersmittelpunkt vor. Bezirksamtsvertreter Michael Mathe verwies hierzu auf die geplante Kindertagesstätte: „Sie hatten ja auch betont, dass ein Mittelpunkt oder Treffpunkt fehlt. Aber natürlich ist auch Spielen und Treffen ein Thema, und deshalb kommt die Kita ja auch von Anfang an in den Plänen vor.“
Nach den Planungen von IBA und der Stadt sollen im Nordosten von Georgswerder 190 Wohnungen entstehen. Außerdem sind im Stadtteil 15.000 Quadratmeter Gewerbeflächen vorgesehen.
Die Pläne für Georgswerder gehören zu jenen in Wilhelmsburg, die am weitesten gediehen sind: Die Flächen sollen bis 2020 erschlossen und dann durch die IBA vermarktet werden. Verläuft alles nach Plan, könnten in zwei Jahren die ersten Gebäude entstehen.
In den kommenden Jahren soll dann die Entwicklung der Neubaugebiete Rathausviertel, Elbinselquartier, Spreehafenviertel und Georg-Wilhelm-Höfe folgen. Zunächst werden nun jedoch die Pläne für Georgswerder vier Wochen lang im Bezirksamt Hamburg-Mitte öffentlich ausgelegt.

Wir haben
Ihnen gegenüber im Wort
gestanden
Michael Mathe,
Bezirksamt
Hamburg-Mitte

So lief die Bürgerinformation in Georgswerder. Wir haben Fragen der Anwohner und die Antworten der Vertreter von Stadt und IBA notiert.

Gibt es Überlegungen, statt Gewerbe etwas anderes, zum Beispiel eine Sportanlage oder Kleingärten an der Fiskalischen Straße anzusiedeln? „Wir haben einen Konflikt: Wir sollen immer mehr neue Wohnungen bauen und sind als Stadtstaat nur mit begrenzten Flächen ausgestatten und wollen Eingriffe in die Natur möglichst vermeiden. Wir brauchen das Gewerbe aber. Andere große Städte haben auf Büros und Dienstleistungen gesetzt und nun fehlen ganz bestimmte, andere Arbeitsplätze. (…) Es wird aber, wie schon gesagt, kein emittierendes Gewerbe sein.“

Wird das Gewerbe an der Fiskalischen Straße Kleingewerbe sein? „Es gibt Überlegungen von verschiedenen Unternehmen, sich anzusiedeln, und darunter sind ganz unterschiedliche: von ganz klein bis ganz groß. Das ist aber Teil der zweiten Phase der Entwicklung, so dass wir das noch gar nicht sagen können. (…) Daher möchten wir da keine Versprechungen machen, die wir später nicht halten können.“

Wird es einen neuen Supermarkt in Georgswerder geben? „Da können wir im Augenblick nichts versprechen. Wir haben niemanden, der hier Nahversorgung plant. Dazu haben wir mit verschiedenen Leuten gesprochen. Es ist demnach nicht der Standort, der sich dafür anbietet. Es wird dort vermutlich also keinen neuen Supermarkt oder Discounter geben.“

Lassen sich zukünftig Verkehrsunfälle vermeiden, indem die Kreuzung Langenhövel und Niedergeorgswerder Deich verkehrssicherer gemacht wird? „Wir haben dort sozusagen eine Verkehrsbeoachtung durchgeführt und uns das also an mehreren Tagen zu verschiedenen Tageszeiten angeschaut. Wir haben dabei gesehen, dass die Situation nicht so gravierend ist, wie sie uns geschildert worden ist und also festgestellt, dass das tatsächlich kein Problem ist.“

Wird es an der Hövelpromenade Bauten geben? „Hier werden Ausgleichsflächen für die Bebauung an der Kirchwiese geschaffen und so das Grün langfristig gesichert.“
Sind bei den Neubauten Geothermieanlagen möglich oder ist das Grundwasser immer noch belastet? „Wir haben geprüft, ob Geothermieanlagen eine Alternative für das gesamte Quartier sind. Das sind sie nicht. Aber grundsätzlich kann sich damit jeder Eigentümer oder Bauherr beschäftigen und grundsätzlich ist das natürlich auch hier möglich.“

Wird neben der Brackwettern auch die Hövelwettern von Schlacke befreit werden? „Das Bezirksamt wird sich mit dem Thema beschäftigen müssen.
Da werden wir auch mit dem Bezirksamtsleiter noch einmal drüber sprechen.“

1 KOMMENTAR

  1. Tut mir leid, aber dieser Artikel ist schon ab der Überschrift einfach verbesserungswürdig um es vorsichtig zu formulieren…

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