Am Tresen des Hotel Pacific, wo die Beatles Ende 1962 übernachteten stellten Uriz von Oertzen und Stefanie Hempel ihr „Come Together“-Festival vor. Foto: pr

Horst Baumann, St. Pauli

„Come Together“ heißt ein Song der Beatles. Ende März kommenden Jahres wird unter diesem Namen das erste Hamburg Beatles Festival gefeiert. Ohne ihre Zeit in Hamburg, wären die Liverpooler nicht zur erfolgreichsten Band der Welt geworden. „No Hamburg, no Beatles!“, behauptet ihr berühmter Biograf Mark Lewisohn, und nicht einmal in Nordengland mag ihm jemand widersprechen.

Mit seiner Beatles-Historie tut sich Hamburg schwer. Außer dem Beatles-Platz gibt es keine Initiative, die dieses Erbe lebendig hält. Das ändert sich mit dem neuen Festival, das mit der seit drei Jahrzehnten erfolgreich stattfindenden International Beatleweek in Liverpool zusammenarbeitet. Es wird Konzerte in der Großen Freiheit 36, im Indra, dem Kaiserkeller und im Gruenspan geben.

Neben den Konzerten wird es außerdem Ausstellungen der wichtigen Hamburger Beatles-Fotografen und Talkrunden mit Zeitzeugen und Experten geben, darunter auch der erwähnte Lewisohn.
Das Festival legt einen starken Fokus auf musikalischen Nachwuchs. Es gibt eine Kooperation mit dem Popkurs an der Hamburger Musikhochschule, der Hamburg School of Music und dem Verein Lukulule. „Come Together“ will generations- und genreübergreifend arbeiten, nationale und internationale Künstler, Nachwuchs und Stars zusammenbringen.

Hinter dem Festival stehen unter anderem Uriz von Oertzen, der sich schon für den Beatles-Platz engagierte, und die Musikerin und Beatles-Expertin Stefanie Hempel. Sie ist musikalische Direktorin und Festival-Gastgeberin. Seit 15 Jahren führt Hempel Fans aus aller Welt auf ihrer musikalischen Beatles-Tour durch das alte Rotlichtviertel St. Pauli.
Übrigens: Stefanie Hempel spielt am 14. November in der Fabrik mit Band und vielen musikalischen Gästen das „50 Jahre Abbey Road“ Tribute–Konzert.
❱❱ www.cometogether-experience.com

The Beatles in Hamburg 1960 – 1962
Am 17. August 1960 spielten die Beatles zum ersten Mal im Indra auf St. Pauli. Es ist ihr erstes offizielles Engagement als The Beatles, das erste Mal verdienen sie Geld mit ihrer Musik. Keine der Unterkünfte, die die Band in ihrer über zweijährigen Zeit auf St. Pauli bewohnt, wäre heute, selbst an bescheidenen Standards gemessen, akzeptabel. An keinem Ort der Welt spielten die Beatles mehr als in Hamburg, es waren circa 300 Konzerte, und rund 1.200 Stunden auf Hamburger Bühnen.

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