Teutonen-Trainer Sören Titze: Im Titelkampf ist Nervennahrung unverzichtbar. Foto: ms

Mateo Schneider, Ottensen

Es gab keinen Oberligatrainer, der die Mannschaft von der Kreuzkirche vor Saisonbeginn nicht zumindest Meisterschafts-Mitfavorit nannte. Auch nicht der eigene Sören Titze. Für die meisten war der FC Teutonia 05 sogar Titelkandidat Nummer eins. „Es ist doch klar, dass wir die Meisterschaft als Ziel ausgeben. Was sonst?“, hatte Titze dem Onlineportal FussiFreunde gesagt.

Etwas überraschend liegt Dassendorf wieder vorne
Das hatte Gründe:
Vor zwei Jahren Dritter, vor einem Jahr Zweiter und Meister Altona 93 in die Regionalliga aufgestiegen, dazu der im Umbruch befindlicher Serienmeister Dassendorf. Und ein ohnehin schon prominent bestückter Kader, der vor allem mit den fünf Regionalliga-Akteuren Clifford Aniteye (FC St. Pauli II), Vincent Book (Altona 93), Leon Kroiß (Weiche Flensburg), Felix Vobejda und Kevin Krottke (beide Lüneburg) noch einmal erheblich aufgewertet wurde. Vor allem dank der von Schifffahrtsunternehmer Steffen Thate üppig zur Verfügung gestellten finanziellen Unterstützung. Die Fallhöhe an der Kreuzkirche ist also hoch.

Aber besonders im Fußball kommt bekanntlich erstens vieles anders als man meistens zweitens denkt. So zeigte sich der in dieser Saison als einzige Mannschaft immer noch ungeschlagene Abonnementsmeister aus Dassendorf fast schon wieder von seiner gewohnten Seite und führt die Tabelle an. Zudem verlief die Findungsphase Teutonias holpriger als vielleicht erwartet, obwohl Trainer Sören Titze bei allem zur Schau gestellten Selbstbewusstsein bei jeder Gelegenheit betont, „mit Respekt vor den Gegnern“ und vor allem „demütig“ an das große Ziel heranzugehen.

Zusätzlich musste der umfangreiche Kader seine Ausgeglichenheit unter Beweis stellen, als Sperren und eine Verletzungsserie Mirco Bergmann, Vincent Boock, Dino Fazlic, Gerrit Pressel und Aytac Erman kürzer oder länger außer Gefecht setzten.
Aber weil die TuS Dassendorf grundsätzlich nicht in die Regionalliga aufsteigen will, sind für den FC Teutonia nicht die derzeit fünf Punkte Rückstand auf die Dassendorfer der Maßstab, sondern die Abstände zu den anderen potenziellen „Regionalliga-Meldern“. Und davon hat es in der jüngsten Vergangenheit nicht viele oder gar keine gegeben.

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