Stefanie von Berg (55) hat beste Chancen, Altonas neue Bezirksamtsleiterin zu werden. Foto: Steffen Prößdorf/wikimedia

Horst Baumann, Altona

Ende August ging Altonas Bezirksamtsleiterin Liane Melzer (SPD) in den Ruhestand, jetzt deutet alles darauf hin, dass Stefanie von Berg (Grüne) ihre Nachfolgerin wird. Am morgigen Donnerstag, 26. September, stellt sich die Pädagogin in der Bezirksversammlung zur Wahl. Das Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie wird der Bezirk künftig regiert?
Die Grünen, die in der Wahl zur Bezirksversammlung im Mai mit 35,1 Prozent stärkste Partei geworden waren, kündigten an, im Altonaer Rathaus mit wechselnden Mehrheiten regieren zu wollen.
Das Regieren mit wechselnden Mehrheiten hatte bereits in der vorigen Legislaturperiode unter SPD-Vorherrschaft gut funktioniert, bedeutet für die designierte Bezirksamtsleiterin allerdings erhöhten Gesprächsbedarf mit den Fraktionen. Entscheidungen für den Bau des Autobahndeckels wurden im „Altonaer Konsens“ aus SPD, CDU, FDP und Grünen beschlossen.

Wer ist die Kandidatin?
Stefanie von Berg hat sich in Eimsbüttel insbesondere in der Schulpolitik einen Namen gemacht. Bis November 2018 saß sie in der Bürgerschaft, hatte ihr Mandat aufgrund starker beruflicher Belastung zurückgegeben. Sie ist Leiterin des Studienseminars in Stade. Als ein Video eines Redeausschnitts von ihr auf der Facebook-Seite der AfD-Fraktion gepostet wurde, gab es dort Hasskommentare gegen von Berg. Sie erstattete in 13 Fällen Strafanzeige gegen die Kommentatoren.

Wie liefen ihre Vorstellungsgespräche?
SPD-Fraktionschef Thomas Adrian sagte im NDR, es sei „einhellige Meinung“, dass sie die „am besten geeignete Bewerberin ist“. Für fachlich geeignet hält sie auch die CDU. FDP-Fraktionschefin Katarina Blume sagte im NDR: „Uns geht es um Inhalte, nicht um Personen.“ Deshalb habe sie vier politische Wünsche an von Berg geschickt. Die Mehrheit für Stefanie von Berg in der morgigen Abstimmung gilt dennoch auch ohne die drei Stimmen der FDP als sicher. Grüne (18 Sitze), SPD (11) und CDU (9) verfügen über 38 der 51 Sitze. Für die erforderliche einfache Mehrheit reichen 26 Stimmen.

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