Architekt Tim Schulenburg aus Buxtehude erklärt das Bauvorhaben auf der denkmalgeschützten Hofstelle. Foto: wit

Denkmalgeschützter Hof am Posteck kann nur zum kleinen Teil gerettet werden – Nebengebäude wurden abgerissen

Von Wolfgang Wittenburg, Fischbek.
Seit 132 Jahren steht in Fischbek ein Bauernhof auf dem Grundstück Posteck 2. Das Gehöft steht seit sechs Jahren unter Denkmalschutz, doch jetzt wurden zwei reichlich verfallene Nebengebäude abgerissen. Zwölf Jahre wohnte niemand im Haus, das immer mehr herunterkam. Anfang September wurden die beiden Nebengebäude abgerissen, gelber Sand ist aufgeschüttet. Jetzt soll Ende mit dem Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit je sechs Miet-Wohneinheiten auf dem Grundstück begonnen werden. Nur das Haupthaus kann erhalten werden, und das auch nur mit Einschränkungen.
Früher hat die Hostelle einer alt eingesessenen Bauernfamilie gehört. Seit Ende vergangenen Jahres ist eine Investorengesellschaft Eigentümerin. Einer von drei Investoren sind die Buxtehuder Architekten Tim Schulenburg und sein Vater Gerhard. In deren Auftrag nehmen nun mindestens 15 Unternehmen die Arbeit auf. Gesamtvolumen des Vorhabens:
Und der Denkmalschutz? Die Gewerke stehen in ständigem Austausch mit den Stellen für Denkmalschutz, beteuert Schulenburg, Denkmalschutz sei „immer eine Besonderheit für alle Beteiligten“. Der Mietwohnungsneubau müsse den Denkmalschutz finanzieren. Das Bild des ursprünglichen Bauernhofes bliebe aber erhalten, zumindest was die Fassade des Haupthauses betrifft. Drumherum wird alles neu erbaut.
Das Haus bekommt ein neues Reetdach, das Innere des Gebäudes wird komplett entkernt. immerhin bleiben alle Giebel des Gebäudes und alle Fenster. Aber: Vielleicht kommen noch ein paar mehr Holzfenster dazu.
Sind die alten Bäume in Gefahr? Schulenburg sagt: „Fast alle“ bleiben erhalten.“
In dem dann ebenfalls erneuerten und separat gelegenen Einfamilienhaus, das auch zum Grundstück Posteck 2 gehört, könnte „eine kleine Kindertagesstätte“ eingerichtet werden, lässt Schulenburg durchblicken – eine Gedankenspielerei offenbar, denn konkrete Pläne oder einen Träger für eine Kita gibt es noch nicht.

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