Marcus Dommasch (l.) und Martin Hildebrandt vor den Sportparkplänen. Foto: jbd

Jasmin Bannan, Eidelstedt

Seit Jahren wurde er geplant, nun steht fest, dass der Sportpark Steinwiesenweg gebaut wird. Das Elbe Wochenblatt im Gespräch mit Martin Hildebrandt, Geschäftsführer des SVE und Marcus Dommasch, Leiter des Fitness- und Rehasport Zentrums, die die Planungen vorangetrieben haben.

Was ist genau für den Sportpark Steinwiesenweg geplant?
Martin Hildebrandt: Im Mittelpunkt der Umbaumaßnahmen steht der Hockeyplatz, der zu einer multifunktionalen Sport- und Freizeitfläche umgestaltet wird, die ganzjährig nutzbar sein soll. Olympiareife Skatebahnen (Skaten wird 2020 eine Disziplin bei den Olympischen Sommerspielen in Japan sein, Anm.d.Red.), ein Boule Platz, eine Gymnastikwiese, ein Fitness-Parcours sowie ein Balancier- und Niedrigkletterseilpfad sollen entstehen. Diese Flächen stehen auch der Allgemeinheit zur Verfügung. In der zudem geplanten Offenhalle – ein überdachtes Außenspielfeld – werden Basketball, Hallenfußball, Futsal, Gymnastik, Tanz- und Fitnesstraining angeboten.

Marcus Dommasch: Neben dem SVE wird auch das Gymnasium Dörpsweg diese Offenhalle nutzen. Der Clou: Laufstrecken ausgehend vom Sportpark über den Autobahndeckel bis ins Niendorfer Gehege und zurück.

Wer trägt die Verantwortung für dieses Projekt?
Hildebrandt: Das Bezirksamt Eimsbüttel, das Gymnasium Dörpsweg mit Schulbau Hamburg und der SV Eidelstedt werden die Akteure sein, die den neuen Sportpark konzipieren; alle gemeinsam in Zusammenarbeit mit der RISE-Gebietsentwicklung Eidelstedt-Mitte.

Warum braucht der SVE einen neuen Sportpark?
Hildebrandt: Wir freuen uns sehr darüber, dass der Sportpark Steinwiesenweg realisiert wird, da diese Entscheidung für Eidelstedt ein Quantensprung hinsichtlich Active City, Parksport und Bewegung im öffentlichen Raum ist. Besonders wichtig ist diese Entscheidung vor dem Hintergrund, dass große Bereiche, so auch der rund um den Steinwiesenweg, RISE-Gebiet sind. Für den SVE gibt es mit den Planungen die notwendigen Entwicklungsperspektiven, um seinen Mitgliedern zukünftig weiterhin attraktive Angebote zu unterbreiten.  
Dommasch: Eidelstedt darf sich einfach freuen. Diese Stadteilprojekt ist ein echtes Vorzeigeprojekt.

Wieviel Geld muss der SVE beisteuern?
Hildebrandt: Der SVE hat zuvor erste Elemente des Entwicklungskonzepts mit eigenen Mitteln umgesetzt. Das bereits vorhandene „GesundAktiv-Zentrum“ am Steinwiesenweg wurde saniert, zudem baut der Verein auf dem Gelände derzeit für 1,8 Millionen Euro eine Bewegungskita für 85 Kinder, die im September 2020 eröffnet werden soll. Insgesamt hat der SVE damit rund 2,6 Millionen an Investitionskosten aufgebracht. In einem gemeinsamen Antrag an den Senat haben die SPD und die Grünen diesen ersucht, das Projekt mit 1,9 Millionen aus dem Bürgerschaftssanierungsfonds Hamburg 2020 zu unterstützen. Dieser Antrag wurde nun letzte Woche einstimmig bewilligt.

Welche neuen Möglichkeiten bieten sich dann dem SVE? Welche Kooperationen gibt es?
Hildebrandt: Aktuell sind vor kurzem die Footballer der „Hamburg HEAT“ an den SVE herangetreten. Sie sind ebenfalls Nutzer der Sportanlage und kennen den SVE Masterplan. Diesen unterstützen sie ausdrücklich und möchten aufbauend auf die jetzt beschlossene Planung ein eigenes sportpädagogisches Konzept im Sportpark verwirklichen. In ersten geradezu freundschaftlich verlaufenen Gesprächen sich beide Vorstände dabei inhaltlich sehr nahegekommen.

Müssen die Mitgliedsbeiträge erhöht werden?
Hildebrandt: Eine Beitragsanpassung würde – wenn sie dann irgendwann kommen sollte – nicht im Zusammenhang mit dem Bau der des Sportparks stehen. Die Finanzierung ist von uns immer und immer wieder durchgerechnet worden ohne, dass diese Option in Erwägung gezogen wurde.

Werden die Parkplätze komplett ersetzt, die für den Bau der Kita weggefallen sind? Es gibt ja auch mehr Veranstaltungen, also mehr Autos. Wie soll das funktionieren?
Hildebrandt: Die Verlegung des Parkplatzes ist eine bezirkliche Baumaßnahme. Ohne jetzt die Parkplätze gezählt zu haben, sind wir sicher, dass es hier keine Verschlechterung geben wird. Darüber hinaus haben wir mit dem Gymnasium Dörpsweg eine Kooperation und können nach Absprache die vorderen und hinteren Lehrerparkplätze nutzen. Die Besucher werden dann auch durch eine gesonderte Beschilderung darauf hingewiesen. Und zur Kita: Ich denke auch, dass die ausgewiesenen Parkplätze für das Bringen und Holen der Kinder ausreichen werden. Natürlich kann keiner ausschließen, dass mal die Straße kurzfristig stärker frequentiert ist, aber wir sind guter Hoffnung, dass sich das mit den vorhandenen Parkmöglichkeiten gut einspielt.

Wie sieht es mit der Feinstaubbelastung der Kinder und Sportler durch die Autobahnnähe aus?
Hildebrandt: Zahlreiche Messingenieure haben sich dieses Themas angenommen und diverse Messungen durchgeführt. Zu keiner Zeit wurde eine Belastung nachgewiesen, die für Kinder oder Sportler schädigend sein könnte.

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