Polos Kapitän Jonathan Fröschle (r.) holte mit den Seinen einen Punkt an der Otto-Ernst Straße. Foto: hpc

Jens Beeskow, Flottbek

Am zweiten Spielwochenende der Feldhockey-Bundesliga stand das erste und in dieser Saison einzige Derby im Hamburger Westen zwischen Aufsteiger Großflottbeker THGC und dem Hamburger Polo Club auf dem Programm. Dabei erkämpfte sich der Hockeyliga-Rückkehrer an der heimischen Otto-Ernst-Straße mit einem 1:1 (1:0) bereits den zweiten Punktgewinn in der noch jungen Saison.

Polo bestimmte erwartungsgemäß das Spielgeschehen, aber auch der GTHGC kam das eine oder andere Mal vor des Gegners Tor und zwang Polo-Keeper Garst zum Eingreifen. Doch in der 20. Spielminute sorgte Maximilian Roth für Jubel unter den mehr als 300 Flottbeker Zuschauern. Nach einem Ballgewinn leitete Paul Smith einen Flottbeker Konter ein, schlenzte den Ball aus der Mitte über die aufgerückte Polo-Defensive in den Lauf von Roth. Der Stürmer lupfte die Kugel über den Keeper und schloss mit der Rückhand aus spitzem Winkel absolut sehenswert zur etwas überraschenden Führung ab.

In der 39. Minute belohnte sich Polo dann für den Dauerdruck aufs Flottbeker Tor. Nach einem Angriff über die linke Seite und eine scharfe Hereingabe war es Leon Willemsen, der die Kugel aus knapp vier Metern zum hochverdienten Ausgleich über die Torlinie blockte.

„Das war für uns ein sehr besonderes Derby mit einer herausragenden Stimmung“, sagte GTHGC-Trainer Wolfram von Nordeck. „Spielerisch war das von uns in Ordnung, auch wenn Polo natürlich das erfahrenere und auch bessere Team war. Aber wir haben das gezeigt, was man als Aufsteiger in solchen Spielen zeigen muss: Unsere kämpferische Leistung war hervorragend, die Eckenabwehr war klasse. Und so nehmen wir diesen Punkt natürlich gerne mit.“

Trotz der Punkteteilung zeigte sich am Ende auch Polo-Trainer Matthias Witthaus nicht unzufrieden: „Natürlich ist das Derby für uns bitter gelaufen. Aber unser Auftritt war super. Wir haben dominiert, wir haben tolles Kombinationshockey gezeigt. Nur haben uns am Ende eben die Tore gefehlt. Aber solche Tage gibt es eben mal, wo der Ball einfach nicht rein will. Wir hatten genug Möglichkeiten, die Partie für uns zu entscheiden. Für die Jungs war es sicher nicht leicht. In so einem Derby sind Emotionen da, aber alle haben es top gemacht. Und letztlich nehmen wir diesen Punkt mit, und das ist auch okay.“

Beide Teams mussten im jeweils zweiten Spiel des Doppelwochenendes Niederlagen hinnehmen. Der Hamburger Polo Club unterlag beim Harvestehuder THC mit 2:4, Großflottbek musste sich dem Tabellenführer Berliner HC gar mit 0:5 geschlagen geben.

Während der Polo-Coach sein Team nach nun vier Spielen mit sieben Punkten noch im Soll sieht, sind für Flottbek „nüchtern gesehen zwei Punkte aus vier Spielen nicht ausreichend“, wie von Nordeck unterstreicht. „Aber das darf man auch nicht überbewerten. Unsere Lernkurve ist sehr gut, und wir sehen unsere Baustellen, an denen wir noch arbeiten müssen. Unsere Defensive steht bislang gut, aber wir müssen offensiv – gerade bei Ecken – noch besser und effektiver werden.“

Am kommenden Wochenende empfängt Flottbek zunächst am Sonnabend, 21. September, um 11.30 Uhr den TSV Mannheim und muss am Sonntag, 22. September, um 12 Uhr beim Harvestehuder THC ran. Der HPC muss nur einmal auflaufen: Am Sonnabend um 14 Uhr empfängt man am Hemming-stedter Weg 140 den derzeit punktgleichen UHC Hamburg.

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