Über 70 Feuerwehrleute waren am Karl-Arnold-Ring im Einsatz. Foto: mathias manis

Von Olaf Zimmermann, WILHELMSBURG.
Auf der Sportanlage am Karl-Arnold-Ring ist das im Bau befindliche Vereinsheim des SV Wilhelmsburg vollständig abgebrannt. 70 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen und mussten sich während der Löscharbeiten vor explodierenden Gasflaschen in Sicherheit bringen. Die Ursache des Feuers ist unklar, Brandstiftung ist nicht ausgeschlossen. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen. Die genaue Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Eventuell muss der Rohbau komplett abgerissen werden.
„Es ist wirklich schockierend. Seit Monaten arbeiten wir zusammen mit dem Bezirksamt und der Lokalpolitik an der Zukunft unseres Vereins und über Nacht ist alles weg – zum Glück wurde niemand verletzt. Der Verdacht der Brandstiftung macht uns fassungslos. Wir können nicht verstehen, warum jemand eine Einrichtung mutwillig beschädigt, die zum Wohle aller ist und dem gesamten Stadtteil offensteht“, sagt SVW-Geschäftsführer Philip Wendt.

Wir sind stolz auf unseren Stadtteil. Das
ist wahre
Solidarität.
Philip Wendt,
SVW-Geschäftsführer

Aufgrund der kompletten Sperrung der Sportanlage – auch zwei der drei Kunstrasenplätze wurden beschädigt – leidet der Trainings- und Spielbetrieb der SVW-Fußballmannschaften. Doch unter Sportlern hilft man sich. Der FC Türkiye hat dem SVW sofort Trainingszeiten auf dem Sportplatz Landesgrenze angeboten, auch die Firma Aurubis hat Unterstützung zugesichert. Philip Wendt: „Wir sind sehr dankbar und stolz auf unseren Stadtteil: Das ist wahre Solidarität.
Der SV Wilhelmsburg wird jetzt unverzüglich mit den betreffenden Behörden reden, damit die Fußballmannschaften weiterhin trainieren und am Spielbetrieb teilnehmen können. Auch das Bezirksamt drückt aufs Tempo. „Schon in den nächsten Wochen sollen die beiden Kunstrasenplätze wieder zur Verfügung stehen“, sagt Bezirksamtssprecherin Sorina Weiland. „Für den Verein wird es keine zusätzlichen Kosten geben. Der SV Wilhelmsburg hatte dort noch nichts gelagert, da es sich um eine Baustelle und ein im Rohbau befindliches Gebäude handelt.“
Der SV Wilhelmsburg musste zu Beginn des Jahres seinen angestammten Platz am Vogelhüttendeich aufgeben. Das Gelände wird bebaut werden. Die neue SVW-Heimat am Karl-Arnold-Ring sollte bereits im August 2018 fertig gestellt sein. Der Termin wurde mehrfach verschoben. Zuletzt war die Fertigstellung für März 2020 angedacht. Dieser Termin wird sich verschieben, vermutlich um mindestens sechs Monate.

Um den SV Wilhelmsburg zu unterstützen, veranstaltet Regionalliga-Aufsteiger
Altona 93 am Mittwoch, 11. September, um 19 Uhr ein Freundschaftsspiel gegen den SV Wilhelmsburg. Gespielt wird auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn, Griegstraße 62. Sämtliche Einnahmen aus den Eintrittsgeldern gehen an den SVW. „Die Einnahmen werden uns dabei helfen, unsere neue Anlage trotz dieses Rückschlags so zu gestalten, wie wir es geplant haben. Das Spiel wird etwas ganz Besonderes für uns alle“, sagt SVW-Geschäftsführer Philip Wendt.

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