Vier Wochen lang war „Schnaufi“ in einer Garage eingesperrt – und hat überlebt. Foto: pr
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Von Sabine Langner, WILHELMSBURG.
Mirjam Muth hat Tränen der Freude in den Augen: Mehr als einen Monat lang hat
sie ihre neunjährige Katze „Schnaufi“ überall gesucht, hat Plakate aufgehängt und Nachbarn gefragt. Hat immer wieder Hoffnung geschöpft, weil jemand eine Katze gesehen hatte, die dann aber doch nicht „Schnaufi“ war. Jetzt ist die kleine grau-getigerte Katze mit dem weißen Bauch wieder zu Hause. Sehr müde, sehr hungrig und sehr schmutzig, aber gesund.
Was war passiert? Am 4. August war „Schnaufi“ nicht wie sonst jeden Abend von ihren Spaziergängen nach Hause gekommen. „Gut vier Wochen später rief uns Elena, die Besitzerin des Nagelstudios in der Kirchdorfer Straße, an“, berichtet Mirjam Muth. Neben dem Nagelstudio steht eine Garage, in der Gerümpel gelagert wird. In dieser Garage steht auch das Kettcar von Elenas Sohn. „Am 4. August war die Garage für zwei Stunden offen, der Sohn fuhr mit dem Kettcar. In der Zeit muss Schnaufi hineingehuscht sein“, so Mirjam Muth weiter.
Es war reiner Zufall, dass in dieser Woche die Mutter und die Schwester von Elena vor dieser Garage standen und auf die Nagelstudio-Besitzerin warteten. Während sich die Frauen unterhielten, hörten sie ein Miauen. Sie informierten den Hausmeister, der sich an die Suchaktion nach der verschwundenen Katze erinnerte.
Als er das Tor öffnete, fanden er und die sofort herbeigeeilte Familie die abgemagerte und völlig verängstigte Katze. „Schnaufi war am Bauch nicht mehr weiß, sondern grau und roch muffig. Aber es geht ihr gut. Sie frisst und trinkt, schnurrt und springt schon wieder auf Schränke. Viel länger hätte sie vermutlich nicht überlebt. Vielleicht hat sie Insekten gefressen, vielleicht mal eine Maus. Sie ist jetzt sehr dünn, nur noch Fell, Haut und Knochen, aber sie hatte vorher zum Glück ein gutes Fettpolster“, erzählt Mirjam Muth.

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