Der Vorstand der Stiftung Kindergärten Finkenau

Gründer Konrad Mette – Erzieher und Sozialpädagoge – berichtet über seine langjährige Erfahrung in der Kindertagesbetreuung.

Schon früh war Konrad Mette ein Vordenker und Vorreiter beim Thema Pädagogik.

1975 nahm alles seinen Anfang. Mette, damals 26 Jahre jung, leitete zwei private Kitas in Uhlenhorst. Unzufrieden über die Zustände in den Kitas kündigte er bald seinen Posten und erwarb für 4.500 DM einen Kinderladen in der Hölderlinsallee; viele Eltern folgten ihm mit ihren Kindern und Mette hatte alle Hände voll zu tun. Nach und nach kamen weitere Kitas hinzu. Mettes Ideen waren gefragt.

Psychomotorik, Partizipation und Inklusion

Während die anti-autoritär geprägte Kinderladen-Bewegung an Bedeutung gewann und gleichermaßen die Zustände in staatlich-geführten Kinderheimen öffentlich kritisiert wurden, entwickelte Mette sein eigenes Konzept. Anregungen fand er in der Reggio Pädagogik, bei Maria Montessori und bei positiven Praxisbeispielen in Skandinavien. „Es war an der Zeit, über den Tellerrand zu schauen, und vieles habe ich einfach ausprobiert“, erläutert Mette.

Vorstand der Finkenau Konrad Mette

16 Jahre lang betreute Konrad Mette „seine“ Kinder in der Hölderlinsallee selbst. Er ermutigte sie zum eigenständigen Einkaufen, kochte die erworbenen Zutaten gemeinsam mit ihnen und unternahm 2-wöchige Kinderreisen u.a. nach Österreich, Dänemark und die Schweiz. Sein Ziel: Selbstvertrauen fördern, Partizipation der Kinder gewährleisten und Entwicklungsprozesse ermöglichen. Auch die Themen Psychomotorik – Lernen durch Bewegung – und die integrative Betreuung behinderter Kinder standen früh auf seiner Agenda. Bereits 1975 – lange bevor Inklusion in Hamburg gesetzlich verankert wurde – sorgte er als Kitaleiter dafür, dass ein Mädchen mit Entwicklungsverzögerung und auffälligem Verhalten integrativ betreut werden konnte und nicht in einer staatlichen Sondereinrichtung für behinderte Kinder landete.

Konrad Mette mit Kindern bei einer Kinderreise 1987

Mehr als 2.500 Kinder in 30 Einrichtungen

Heute leiten Konrad Mette, Inge Schüler und Uta Mette als Vorstand die Stiftung Kindergärten Finkenau, die im Hamburger Stadtgebiet 26 Kitas betreibt und die Nachmittagsbetreuung an vier Schulen organisiert. Die Finkenau beschäftigt ca. 520 Mitarbeitende, die sich täglich um mehr als 2.500 Kinder kümmern. Zu den Einrichtungen zählen u.a. der Musikkindergarten mit seiner engen Verbindung zur Staatsoper, die Kita Sonnenschein mit ihrer besonderen Rolle als Standort der Gedenkstätte „Kinder vom Bullenhuser Damm“ und die gerade neu-eröffnete Kita Kindertraum im Eilbeker Jacobipark. Das pädagogische Konzept entwickeln Vorstand und Mitarbeitende gemeinsam kontinuierlich weiter. Dazu gehören u.a. Mehrsprachigkeit in den Kitas sowie ein Pilotprojekt zum Thema frühkindliche kulturelle Bildung.

Senator Scheele überreicht Familiensiegel

Jubiläumsfeier mit fachlichem Austausch

Mit allen Mitarbeitenden, Partnern und Wegbegleitern wird am 20. September das Jubiläum festlich begangen mit einem Grußwort von Holger Stuhlmann, Leiter des Amtes für Familie, pädagogischen Vorträgen, fachlichem Austausch und Präsentationen der 30 Finkenau-Einrichtungen zu den Ergebnissen der Qualitätsprüfung PQ-SYS im großen Festsaal des Emporio Towers.

Und danach: macht Konrad Mette mit seinen Vorstandskolleginnen und einem hoch-qualifizierten Team weiter mit immer neuen Ideen und Projekten und der stetigen Freude an der Arbeit mit Kindern.

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