Abklatschen nach einem Tor: In der ersten Erstligasaison lief es gut bei Polo. Foto: hpc

Jens Beeskow, Hamburg-West

Wenn am Sonnabend, 7. September, die neue Saison in der Feldhockey-Bundesliga der Herren startet, sind mit dem Hamburger Polo Club und Aufsteiger Großflottbeker THGC erstmals seit langem wieder zwei Vereine aus dem Hamburger Westen im deutschen Hockey-Oberhaus dabei. In einer Saison, in der es mit einem veränderten Spielmodus zur Sache geht, wollen beide Teams vor allem die Abstiegsrunde vermeiden, was kurioserweise gleichbedeutend mit einem Platz im Playoff-Viertelfinale wäre.

Der Hamburger Polo Club hat die erste Bundesligasaison als Aufsteiger bereits mit Bravour gemeistert. In der vergangenen Spielzeit hatte man das Ziel „Klassenerhalt“ bereits nach der Hinrunde erreicht, war dann sogar lange in Playoff-Reichweite. Jetzt gilt es, den naturgemäß steigenden Ansprüchen gerecht zu werden.

„Natürlich wollen wir an die starke letzte Saison anknüpfen“, sagt Trainer Matthias Witthaus. „Wir wissen aber auch, dass die zweite Saison meist die schwerere ist, weil wir jetzt nicht mehr unterschätzt werden. Das primäre Ziel bleibt, die Abstiegsrunde zu vermeiden. Dann stünden wir ja zugleich im Viertelfinale, was natürlich ein attraktives Ziel ist.“

Polo hatte für die Premieren-Saison sehr namhafte Spieler verpflichtet, allerdings haben ebenfalls einige Eigengewächse ihr Bundesligadebüt gegeben. Davon allerdings haben nun einige den Club – zumindest vorübergehend – verlassen: Jan-Hendrik Bartels, U18-Nationalspieler Ferdinand Essen sowie Timon Langs-Unger gehörten zum Stamm. Auch Jendrik Sielaff, Ricardo Nevado und Nico Sonnenschein sind nicht mehr dabei.

Am Sonnabend, 7. September, beginnt die Saison für den Hamburger Polo Club gleich mit einem Heimspiel gegen Champion Uhlenhorst Mülheim, während Großflottbek zunächst beim Nürnberger HTC, vermutlich einem der direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, antreten muss. Am Sonnabend, 14. September, folgt dann bereits das einzige Derby im Hamburger Westen in dieser Saison, wenn um 11.30 Uhr Polo beim GTHGC an der Otto-Ernst-Straße aufläuft.

Die Abgänge des Hamburger Polo Clubs wurden mit durchaus interessanten Sommerzugängen kompensiert. Aus Düsseldorf kommt mit Max Silanoglu ein starker Mann für das offensive Mittelfeld, der dort möglichst gut mit Leon Thörnblom harmonieren soll. Der tschechische Nationalspieler Lukas Plochy war 2018 mit dem UHC Hamburg Deutscher Meister in der Halle geworden, spielte zuletzt in Spanien beim Junior FC Barcelona und schließt sich nun dem HPC an. Dazu soll Max Werner von Rot-Weiss Köln, den Coach Witthaus noch aus seiner Zeit als Co-Trainer der deutschen U21 kennt, der Abwehr weiter Stabilität verleihen. Zumal mit Tomas Prochazka der Abwehrchef zunächst noch verletzt fehlen wird. Dazu kommt vom UHC mit Frederik Treis ein talentierter ehemaliger Jugendnationalspieler für das Mittelfeld.

Interessant wird sein, welche Impulse von den beiden italienischen Internationalen Pietro Lago und Juan Antonio Munafo zu erwarten sind. „Die beiden sind noch recht jung, aber technisch gut und haben in den Probetrainings einen guten Eindruck gemacht“, sagt Witthaus. „Die beiden werden so eine Art Wundertüte sein, aber ich freue mich auf diese spielerisch neuen Aspekte.“

Insgesamt ist der Trainer zufrieden mit dem Kader, der zwar etwas kleiner geworden ist, aber „gut und harmonisch zusammengestellt und qualitativ vielleicht sogar besser als letzte Saison“ ist. Wenn man diesen Siegeswillen, mit dem man vergangene Saison frühzeitig überrascht und schnell Punkte eingesammelt hat, wieder an den Tag legt, ist Polo absolut wieder dazu in der Lage, die Liga aufzumischen.

❱❱ Polo – Uhlenhorst Mülheim, Sonnabend, 7. September, 15 Uhr, Polo – Crefelder HTC, Sonntag 8. September, 13 Uhr, jeweils Hemmingstedter Weg 140

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