Sie sind das Team der biff Harburg: die Sozialpädagogin und Systemische Therapeutin Anke Krahberg, Pädagogin und Traumatherapeutin Jutta Landwehr und Psychologin Brigitte Hübner. Foto: Istel
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Immer auf Seiten der Frauen

Von Karin Istel, HARBURG.
40 Jahre „biff Harburg“ – am Freitag, 6. September, dürfen das alle mitfeiern: Die Mitarbeiterinnen werden vor dem Eiscafé in der Hölertwiete von 11 bis 14 Uhr einen Info- und Geburtstagsstand aufbauen. Biff ist die Abkürzung für „Beratung und Information von Frauen für Frauen“. Aber natürlich können auch Männer am Freitag vorbeikommen, gratulieren und mitfeiern.
Die biff hat ihren Sitz in der Neuen Straße 59. Dort werden Frauen beraten, die sich in schwierigen Situationen befinden. „Wir arbeiten für Frauen, die in Not oder von Gewalt bedroht sind, meist von häuslicher Gewalt“, erklärt Jutta Landwehr. Die Pädagogin und Traumatherapeutin leitet gemeinsam mit Psychologin Brigitte Hübner die Einrichtung. Dritte im Bunde ist Sozialpädagogin und Systemische Therapeutin Anke Krahberg. Sie berät Mütter aller Nationen, zum Beispiel wenn sie Mehrfachbelastungen durch Familie und Berufstätigkeit ausgesetzt sind oder Probleme mit dem Muttersein haben.

Immer mehr Frauen trauen sich zu sagen, dass sie Gewalt erfahren.
Anke Krahberg,
biff Harburg

Allerdings sollte niemand erwarten, dass die Mitarbeiter unparteiisch sind. „Wir alle drei beraten parteilich für Frauen“, stellt Landwehr klar. Krahberg ergänzt: „Wir erklären Frauen nicht die Welt, sondern unterstützen sie, ihren eigenen Weg zu gehen.“
Die biff wird von der Sozialbehörde, die Beratung für Mütter vom Bezirk Harburg finanziert. Angefangen hat die biff Harburg vor 30 Jahren. „Seit ungefähr 20 Jahren sind wir im alten Kanzlerhaus“, sagt Landwehr. „Wir feiern aber trotzdem 40-jähriges Bestehen, da unsere Trägerin, die biff Winterhude, vier Jahrzehnte besteht“, so Landwehr.
Als damals die biff Harburg ins Dachgeschoss der Neuen Straße 59 zog, war der mittlerweile aufgelöste Verein „Frauenkulturhaus“ noch Träger des Hauses. Nach Geldproblemen und Unregelmäßigkeiten bei den Abrechnungen „wurde im Jahr 2014 alles abgewickelt“, so Landwehr. „Der Behörde war es sehr wichtig, dass die biff in Harburg bleibt, dass es eine Beratungsstelle für Frauen in Harburg gibt.“
Die biff zog daraufhin vom Dachgeschoss in die größeren Räume der Mitteletage. Das war auch notwendig, denn der Bedarf an Beratung wächst ständig, „weil die Anforderungen an Frauen gestiegen sind“, so Brigitte Hübner. „Aber auch immer mehr Frauen trauen sich zu sagen, dass sie Gewalt erfahren“, weiß Krahberg. Übrigens: Alle Erstberatungen oder Gespräche in Krisensituationen sind bei der biff anonym und kostenlos.

biff Harburg
Neue Straße 59
Tel 77 76 02
biffharburg@hamburg.de
Beratung und Information ohne anmeldung:
dienstags 16-18 Uhr
donnerstags 10-12 Uhr
Sprechstunde für geflüchtete Frauen:
donnerstags 12.15-14.15 Uhr

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