Auch für den Laien erkennbar: Viele Äste der Esche sehen ver-trocknet und morsch aus. Foto: pr
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WILHELMSBURG. Fast könnte man glauben, man wäre im Wald: Alles grün, Bäume fangen den Blick ein. Doch die Idylle trügt, deutet Kleingärtner Andreas Gora an. Er hat schon jetzt ein flaues Gefühl im Magen, wenn er an den Herbst denkt. „Ich habe schon Angst vor den Herbststürmen“, sagt der Gärtner aus Leidenschaft. Der Grund: Eine alte Esche neben seinem Häuschen. Von ihr brechen immer wieder große morsche Zweige ab, krachen auf sein Grundstück.
Seit rund 50 Jahren steht die große Esche direkt an der Südlichen Wilhelmsburger Wettern auf städtischem Grund, nur zwei Meter von Goras Gartenlaube im „Gartenverein Wilhelmsburg“ entfernt. 27 Jahre gärtnert Gora hier im Kleingartenverein 719 am Kuckuckshorn. Schon seit einigen Jahren ist die Esche offenbar in keinem guten Zustand, immer wieder brechen Äste ab, schlagen krachend auf dem Gartengrundstück auf, vor über zwei Jahren direkt neben seiner inzwischen verstorbenen Frau Janina, erzählt Gora.
Vereinsvorstand und Stadt reagieren nicht
Und seitdem bemüht er sich erfolglos darum, dass der alte Baum ordentlich beschnitten wird, informierte mehrfach seinen Vereinsvorstand, „zuletzt bei einer Begehung im Frühjahr, auf der auch Fotos gemacht wurden“, erinnert sich Gora. Reaktion? Fehlanzeige. „Ich bin auch selbst an die Stadt Hamburg herangetreten, aber es gab keine Reaktion, nichts ist passiert.“ Beim Nachbarn wären mal Baumpfleger unterwegs gewesen, doch die marode Esche ließen sie unangetastet.
Tatsächlich wissen die zuständigen Mitarbeiter des Bezirksamts Mitte nichts von dem morschen Baum, sagt Sprecherin Sarah Kolland auf Anfrage des Wilhelmsburger Wochenblattes. Sie verspricht aber, zügig für Abhilfe zu sorgen: „Das Bezirksamt Hamburg-Mitte wird sich vor Ort ein Bild der Situation machen und Maßnahmen prüfen.“ Falls der Baum gefällt werden muss, wird das „in der kommenden Fällperiode (Oktober-Februar) vorgesehen“, verspricht Kolland.
Andreas Gora ist froh, dass endlich Bewegung in die Sache kommt. „Die Verantwortlichen sollen endlich aufgerüttelt und tätig werden! Bevor jemand verletzt oder meine Laube beschädigt wird.“

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