Schwierige Trassenführung: Gegen den ersten Abschnitt der geplanten A26 Ost gab es über 1.300 Einwendungen. Grafik: Caroline Liebelt-Gehrke
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Erörterungstermin für Einwendungen gegen den ersten Abschnitt der geplanten Hafenquerspange (A26 Ost): Dienstag, 27. August, 10 Uhr

HAMBURG-SÜD. Gegen den ersten Planungsabschnitt der geplanten A26 Ost, früher Hafenquerspange genannt, wurden über 1.300 Einwendungen erhoben. Das Rechtsamt der Hamburger Verkehrsbehörde hat die Einwender jetzt zum Erörterungstermin geladen: Dienstag, 27. August, 10 Uhr, in der Katholischen Akademie, Herrengraben 4.
Der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg kritisiert die kurzfristige Ansetzung. „Die meisten berufstätigen und schulpflichtigen privaten Einwender sind durch die zeitliche Festlegung von der Teilnahme praktisch ausgeschlossen“, heißt es in einer Mitteilung.
Behördensprecherin Susanne Meinecke verteidigt den Termin: „Es ist üblich und zur Bewältigung einer größeren Menge zu erörternden Materials auch erforderlich, dass Erörterungstermine morgens beginnen und den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Dies gilt insbesondere, wenn sie möglicherweise mehrere Tage dauern können.“
Hintergrund: Die gut neun Kilometer lange Strecke A26 Ost soll eine Verbindung zwischen A1 und A7 schaffen. „Wir brauchen eine Entlastung für die Hafenverkehre und für die großräumigen Verkehre von Ost nach West“, begründet Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof.
Aus Berlin gab’s grünes Licht für das in drei Abschnitte aufgeteilte 1,3-Milliarden-Euro teure Vorhaben. Jetzt werden verbindliche Pläne geschaffen. Im Abschnitt A (Bereich Moorburg,
Bostelbek) ist das Planfeststellungsverfahren beantragt, für die Abschnitte B (Hafen Süd bis Hohe Schaar) und C (Hohe Schaar bis Autobahndreieck Stillhorn) noch nicht.
Wie sieht Abschnitt A konkret aus? Die ausgewählte Trassenvariante führt in Bostelbek und Moorburg haarscharf an Wohngebieten vorbei. In Moorburg wird die A26 Ost deutlich zu spüren sein – sie geht in großem Bogen um das alte Elbdorf herum, steigt dann auf mehr als 50 Meter hoch und schwingt sich neben der Kattwyk-Brücke über die Süderelbe.

Das wird kritisiert
Kritiker der A26 Ost bezweifeln, dass der Hafenverkehr so stark ansteigt wie von der Wirtschaftsbehörde angenommen. Eine neue Autobahn würde zusätzlichen Verkehr erzeugen, Pendler würden statt des ÖPNV lieber ihr Auto nutzen – was höhere Emissionen von CO2 und Feinstaub mit sich brächte.
Als Alternative zur A26 Ost wird vorgeschlagen, an Stelle der Köhlbrandbrücke einen LKW-Köhlbrandtunnel zu bauen und den ÖPNV im Hamburger Süden massiv auszubauen.

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