Jubiläumskönig Andreas Bernard mit Königin Juliane und Kindern Frida und Frederic. Foto: Kreller

Von Niels Kreller. SÜDERELBE.
Am Wochenende heißt es Abschied nehmen von der Königswürde für Andreas Bernard, den Jubiläumskönig des Schützenvereins Neugraben-Scheideholz. Hinter ihm, seiner Königin Juliane und den Adjutanten Alfred Leye, Andre Siebert und Dennis Schulz liegt ein bewegtes Jahr. Auch wenn es anstrengend war: „Ich bereue nicht eine Sekunde“, so Bernard rückblickend auf die vergangenen zwölf Monate. „Das machst Du nur einmal im Leben, und das ist maximaler Spaß.“
Seit 34 Jahren ist Andreas Bernard schon Schütze. Als Zwölfjähriger kam er durch einen Kumpel zum Schützenverein. Er war erfolgreicher Sportschütze, wurde Kreis- und Landesmeister. „Mit dem Berufsleben änderte sich das“, so der 46-jährige Verkaufsleiter bei der Shell. „Die Zeit wurde weniger und dann kam die Familie.“ Aber König wollte er schon damals werden. Die Entscheidung, vor gut einem Jahr um die Königswürde zu schießen, kam spontan. „Und 14 Schuss später war die Sache erledigt“, so Bernard.
Danach ging es umgehend los mit dem Terminen. Ein Höhepunkt war natürlich der eigene Königsball. „Ich hab immer gedacht, wenn ich das von anderen gelesen habe, die schnacken nur. Aber ich hatte Pipi in den Augen“, erzählt Bernard. Sein Königsball endete dann auch erst um sechs Uhr bei ihm mit dem Spiegeleieressen.
Und auch die nächste Schützengeneration der Bernards ist schon fleißig auf dem Weg, Papa nachzueifern. Sohn Frederic (11) ist seit drei Jahren dabei und schießt mit dem Lichtpunktgewehr.
Zum 125-jährigen Jubiläum zieht der Schützenverein Neugraben-Scheideholz von 1894 eine positive Bilanz des Zusammengehens der beiden Vereine Neugraben und Scheideholz im Jahr 2017. „Aus vieler Sicht war es richtiger Schritt. Viele ältere Mitglieder vermissen ihre alten Vereine natürlich. Aber für das Schützenwesen war es richtig“, so Frank Schwarz, der Erste Vorsitzender des Schützenverein Neugraben-Scheideholz. „Ich sehe den Verein wie einen Schirm, unter dem alle glücklich werden sollen“, so Schwarz. „Man muss an alle denken – an Jung und Alt.“

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