Der Jubel nach der Meisterschaft. Foto: Brussolo
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Von Waldemar Düse. ALTENWERDER.
Das muss man sich erstmal trauen. „Wir wollen der SC Freiburg der Landesliga sein“, hatte Daniel Rossa, Trainer des FTSV Altenwerder, nach dem Gewinn der Bezirksliga-Meis-terschaft und dem Aufstieg in die Fußball-Landesliga die zukünftige Strategie des Vereins umrissen. Es gibt einfachere Aufgaben.
Heißt: Entwicklungsfähige Talente erkennen, sie von einem Wechsel an den Jägerhof überzeugen, um sie dort besser zu machen. Und sie eventuell sogar noch mit dem „FTSV-Bazillus“ zu infizieren, damit sie doch länger bleiben und der Verein auch noch etwas von ihnen hat. Heißt auch: Sich teilweise vom unmittelbaren Druck des Tagesgeschäfts unabhängig zu machen, wenn das nicht gleich die Ergebnisse liefert, die notwendig sind, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen.
Genau das ist nun geschehen. Aber Daniel Rossa ist geerdet genug, um sich davon nicht wild machen zu lassen. Auch wenn das 0:7 ein wenig happig war, darf man gegen den Oberligis-ten Buchholz 08 aus dem Pokal ausscheiden. Man darf auch mit zwei Niederlagen in die Saison starten, auch wenn die beiden Gegner Tus Berne und Düneberger SV wahrscheinlich zu denjenigen Teams gehören werden, an denen der FTSV sich im Kampf um den Liga-Erhalt orientieren muss.
„Wir müssen nicht sofort einen radikalen Umbruch einleiten. Ich traue meiner Mannschaft den Schritt in die Landesliga zu – so wie sie ist“, hatte Rossa gegenüber dem Online-Portal fussifreunde erklärt. Ein radikaler Umbruch wäre erstens nicht die Art und Weise des SC Freiburg und würde zweitens bei der Qualität von Spielern, die der FTSV angesichts der lokalen Konkurrenz bekommen kann, höchstwahrscheinlich in die Hose gehen.
Oberligist FC Süderelbe kann mit ganz anderen Pfunden wuchern und konnte sich die
Dienste von Altenwerders Milos Djeric sichern. Und selbst die anderen Klubs der Südschiene der Landesligen – Kosova, Türkiye, Dersimspor und der HTB – sind in komplett anderen Sphären unterwegs.
So sind die Namen der Zugänge – wenig verwunderlich – nur Eingeweihten bekannt: Jan Jens Gundlach und Nusret Mehmedi (beide Dersimspor II), Rouven Sänger (A-Junioren FC Süderelbe) und Motejus Zibuda (HTB II).
Das größte Gewicht ruht auf den Schultern der über 30-Jährigen Stefan Janitz, Alexander Kübler und Eugen Götz.

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