Es rührt sich nichts: Hans-Joachim Reichel (79) ärgert sich über den kaputten Aufzug am Eidelstedter Platz. Foto: cvs
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Ch. v. Savigny, Eidelstedt

Knopf drücken ist zwecklos – es tut sich nichts. Seit mindestens Mitte Juni ist der Fahrstuhl am Eidelstedter Platz vor dem Penny-Markt kaputt. Irgendwo in der Mitte zwischen Tiefgarage und Erdgeschoss ist die Personenkabine steckengeblieben – und das jetzt bereits seit mehreren Wochen. Gerade für ältere Menschen oder auch Behinderte sei dieser Zustand unerträglich, sagt Hans-Joachim Reichel. „Denn wer mit dem Auto unten parkt, muss jetzt den langen Weg zu Fuß über eine der beiden hinteren Ausfahrten nehmen.“

Eine Treppe ist nicht vorhanden, die Autoauffahrten hingegen recht steil und erst recht für Fußgänger – zum Beispiel solche mit Rollator – unbequem und gefährlich. „Da sind Unfälle vorprogrammiert“, meint der 79-Jährige, der selbst regelmäßig am Eidelstedter Platz einkauft und dabei auf die Tiefgarage (etwa 100 Stellplätze) angewiesen ist.

Zuständig für den defekten Lift ist die Hamburger Grundstücksverwaltung Peters & Co. „Der Aufzug ist mindestens 20 Jahre alt und muss ausgetauscht werden“, teilt eine Sprecherin mit. Leider habe es Probleme mit den Lieferzeiten gegeben – daher der lange Ausfall. „Es tut mir leid, ich kann den Ärger der Leute gut verstehen“, so die Mitarbeiterin weiter. Um den Weg zur Tiefgarage wenigstens etwas zu verkürzen, soll jetzt der Hauseingang neben dem Aufzug (Elbgaustraße 18) auch für Kunden geöffnet werden. „Wir sind gerade dabei, die ansässigen Mieter darauf vorzubereiten.“ Einen genauen Termin für die Wiederherstellung des Aufzugs kann die Sprecherin jedoch nicht nennen.

Besonders stark genutzt wird die Tiefgarage von Marktbesuchern (mittwochs, freitags und sonnabends) sowie von Kunden des ansässigen Supermarkts. „Am Wochenende ist hier alles belegt“, weiß Reichel. Fast immer stapelten sich die Einkaufswagen am Ende des Tages im Untergeschoss – weil die Leute zwar damit hinunterführen, aber eben nicht mehr hinauf. In der Hoffnung, weitere Autofahrer dazu zu bringen, sich zu beschweren, hat Hans-Joachim Reichel die Telefonnummer der Betreiberfirma am Kassenautomaten angebracht. Viel Erfolg hatte er damit nicht: Der Zettel wurde umgehend wieder entfernt.

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