Die Schwestern Sophia und Isa Poppensieker sowie Ole Specht und Jakob Sudau bilden die Band Tonbandgerät (v.r.). Foto: Dennis Dirksen
Anzeige


Tonbandgerät tritt im Stadtpark auf: Einstige Schülerband
verarbeitet ihre Erfolgsgeschichte musikalisch – Freikarten

René Dan, Hamburg

Die Geschichte dieser Band bietet Stoff für einen Film: Die Hamburger Gruppe „Tonbandgerät“ hat als Schülerband begonnen und füllt mittlerweile den Stadtpark. Dort waren sie vor fast einem Jahr noch die Vorgruppe für Johannes Oerding, am Freitag, 30. August, aber bilden die vier Musiker die Hauptattraktion auf der Freilichtbühne an der Saarlandstraße. Das Elbe Wochenblatt verlost drei Mal zwei Karten für das Konzert.

„Aus Träumen wurden Dinge, die wir einfach machten“

Die Schwestern Isa (Bass) und Sophia Poppensieker (Gitarre) waren noch Schülerinnen, als sie 2007 mit Ole Specht (Sänger und Keybord) Tonbandgerät gründeten. Der Schlagzeuger
Jakob Sudau kam 2010 hinzu.Unversehens passierte, was die Gruppe im Lied „Record nie Pause“ und zuvor in „Sekundenstill“ beschrieben hat: Eine immense Geschwindigkeit der Ereignisse. Erst gastierte das Quartett auf kleineren Festivals , produzierte dann das erste Album und zog rasch die Aufmerksamkeit großer Plattenfirmen Deutschlands auf sich.„Aus Träumen wurden Dinge, die wir einfach machten, obwohl alle sagten, dass wir es niemals schaffen. Jetzt sind sie wahr: Sekundenstill“, bilanziert der gleichnamige Song, der gleichzeitig eine romantische Liebe beschreibt.

Depression im Mittelpunkt: „Bis es vorbeigeht“

Schnell konnte die Hamburger Band Preise einheimsen, darunter den „New Music Award“ der ARD-Jugendradioprogramme. Und dann spielten die vier plötzlich, auf Einladung des Goethe-Instituts auf Konzertreisen in den USA.

Die Erfolge der Band erklären sich auch aus dem entspannten Gitarren-Pop und den gewitzten Texten, die Charme und immer wieder kraftvoll-jugendliche Energie ausdrücken. So zum Beispiel, wenn es im Song „Auf drei“ heißt: „Wir wollen nicht viel, wir woll’n nur die Welt.“ Und weiter: „Wir wollen Phönix aus der Asche und danach nicht fegen.“
So viel entspannt-energische Lebensfreude diese und andere Songs auch ausdrücken, so kennzeichnet manchmal doch auch Melancholie und Schwermut einzelne Lieder, gerade auch auf dem neuen Album „Zwischen all dem Lärm“. Themen sind beispielsweise die Auseinandersetzung mit Depressionen („Bis es vorbeigeht“) oder die Versuchungen des Rechtsradikalismus („Reisegruppe Angst und Bange“). Doch auch auf diesem Album bleibt Raum für Humor, beispielsweise im Lied „Mein Herz ist ein Tourist.“

Wer die vielschichtige Band kostenlos live erleben möchte, sendet bis Montag, 29. Juli, eine Postkarte oder E-Mail mit Absender und Telefonnummer an: Elbe Wochenblatt, Stichwort/Betreff: „Tonbandgerät“, Theodor-Yorck-Straße 6, 21079 Hamburg – der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

❱❱ Tonbandgerät
Hamburger Stadtpark
Saarlandstraße 1
Fr., 30. August, 19 Uhr
Tickets ab 28 Euro zuzüglich
Gebühren unter Tel. 01806 / 85 36 53 (20 Cent pro Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk
maximal 60 Cent pro Minute) und www.fkpscorpio.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here