Leihräder kontra Anwohnerräder

Mit zunehmender Zahl an Fahrradverleihanbietern wächst der Wettbewerb und damit auch der Kampf um die Standorte für die Bereitstellung der Leihfahrräder. Das betrifft vor allem die Anbieter, die keine festen über die Stadt verteilten Mietstationen haben, zu denen geliehene Fahrräder auch zurückgebracht werden müssen. Welche Blüten dies treibt, zeigt der aktuelle Fall, den wir als Anwohner in der Hohen Weide 53/Kaiser-Friedrich-Ufer 22 feststellen mussten. Vor einem Jahr bekamen wir von der Stadt im Zuge der Förderung des Fahrradverkehrs Fahrradbügel entlang der Häuserfront “spendiert”. Nun tauchen dort vermehrt Fahrräder einer Verleihfirma auf, obwohl nur 200 m weiter an der U-Bahnstation Hoheluftbrücke eine der größten Stellplatzanlagen für Fahrräder in Hamburg zur Verfügung steht. Damit dürfte die Akzeptanzgrenze überschritten sein. Denn es kann nicht sein, dass gewerblich tätige Unternehmen den Anwohnern die ohnehin nur begrenzt zur Verfügung stehenden weitestgehend sicheren Abstellplätze streitig machen.

P.S. Strittig dürfte auch die Frage sein, ob die jetzt massenhaft auftauchenden E-Roller sinnvoll sind. Nicht nur, dass sie überall herumstehen oder herumliegen. Sie müssen auch wieder eigesammelt werden, wofür die Anbieter Sprinter einsetzen, die alles andere als umweltfreundlich sind. Aber da hätte ich eine Idee! Vielleicht sollte man einen Kooperationsvertrag mit MOIA abschließen, deren E-Fahrzeuge die meiste Zeit leer unterwegs sind.

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