Das Lichtwark-Forum-Team: (v.l.) Dietrich Helling, Jutta Krüger, Bernd Schmidt-Tiedemann, Sabine Tengeler, Katharina Schank, Romana Carstesen.

Maren Langenbach, Lurup

Die Kitakinder wuseln durch den Flur, im Bücherei-Café genießen zwei ältere Damen eine Tasse Kaffee, während im großen Saal gegenüber die „Tanzmäuse“ mit Trainerin Anna Schultheiß ihre Ballettschritte üben. Bunt, lebendig und fröhlich geht es im Stadtteilhaus Lurup des Stadtteilkulturzentrums zu. Für alle Altersgruppen und Kulturen möchte das Zentrum im Böverstland 38 ein Haus mit Angeboten sein, die nicht nur gern angenommen werden, sondern auch Menschen zusammen bringen, die sich sonst vielleicht nicht begegnet wären, so die Betreiber.

„Wir sehen das Stadtteilhaus als einen Ort der Wertschätzung, an dem alle willkommen sind“, sagt Geschäftsführerin Sabine Tengeler. „Die Menschen sollen sich hier begegnen, bilden, sich entwickeln, um mit den eigenen Fähigkeiten etwas beizutragen, um Kultur zu genießen und zu veranstalten, um den Stadtteil weiter zu entwickeln.“

Beliebt sind vor allem die monatlichen Kultursonntage, bei denen das Angebot zwischen Café, Konzert oder Tanztee wechselt. Im Weltcafé treffen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, dort treten regelmäßig internationale Bands auf. „Das ist ein großer Spaß, bei dem Menschen aus den verschiedensten Ländern Musik genießen und tanzen“, weiß Sabine Tengeler. Sie ist eine von drei fest angestellten Mitarbeitern der Einrichtung, den Rest übernehmen Ehrenamtliche. „Sie stellen Vieles auf die Beine, darüber sind wir froh und dankbar. Ohne Ehrenamt wäre Vieles nicht möglich.“

Wer sich engagieren möchte, der kann sich im Stadt-
teil-Kultur-Büro informieren. „Wir möchten gern noch mehr Kurse anbieten“, so Sabine Tengeler. „Wir laden jeden ein, mit seinem Talent den Mut zu haben, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Wir unterstützen die Menschen dabei gern.“
Auch Schulklassen aus Lurup finden sich regelmäßig im Zentrum ein, besuchen die Bücherei, die Lesefreude-Work-shops oder eine der Lesungen und Theateraufführungen für Kinder.

Außerdem gibt es eine Theaterwerkstatt für Frauen, die jedes Jahr ein Weihnachtsmärchen auf die Bühne bringt. „Besonders stolz sind wir auch auf unser Zirkusfestival Hamburg, ,LurUPina’, mit Künstlern aus dem Stadtteil und internationalen Kompanien, das das Kulturzentrum gemeinsam mit der Aerial Dance Academy auf die Beine stellt“, sagt Dietrich Helling, zweiter Vorsitzender des Lichtwark-Forums Lurup, das im Stadtteilhaus unter anderem das Stadtteilkulturzentrum, die Ge- schäftsstelle für Gesundheitsförderung und die Schreibstube betreibt. In diesem Jahr wird „LurUPina“ am Freitag, 23. August, eröffnet.

Dank der Förderung durch das Bezirksamt Altona hat das Stadtteilhaus in diesem Sommer einen neuen Fußboden bekommen. Die Bauarbeiten dauern bis zum kommenden Montag, 22. Juli,.

❱❱ www.stadtteilhaus-lurup.de

Stadtteilhaus
2009 wurde das Stadtteilhaus von der Kulturbehörde und vom Bezirk Altona als viertes Stadtteilkulturzentrum im Bezirk offiziell anerkannt. Seit 2018 wird das Stadtteilkulturzentrum mit 92.000 Euro pro Jahr gefördert, 54.000 Euro müssen jährlich zusätzlich aus anderen Förderquellen beantragt und finanziert werden.

Wer macht was?
BÖV 38: Der Verein ist Hauseigentümer, betreibt die Kita im Stadtteilhaus, bietet Raum für Sportkurse, den Kinderkleidermarkt und Vermietungen.

Lichtwark-Forum Lurup betreibt im Stadtteilhaus das Stadtteilkulturzentrum mit Stadtteil-Kultur-Büro, Bücherei-Café, Kultursonntagen, Weltcafé, Schreibstube, diverse Veranstaltungen und Kurse, die Stadt- teilbühne mit Theaterwerkstatt für Frauen und Inszenierungen, den Stadtteilbeirat Luruper Forum, die Stadtteilzeitung „Lurup
im Blick“, die Geschäfts-stelle für Gesundheitsför-derung, das Stadtteilfest „Lurup feiert“ und das
Zirkusfestival Hamburg
„LurUPina“

Luruper Bürgerverein bietet Freizeitangebote und Kulturveranstaltungen, Ausfahrten, Singen, Basteln, Linedance, Nordic Walking und Spiele

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