Große Augen, freches Lachen- Sebastian liebt es, im Mittelpunkt zu stehen. Foto: pr

J. Bannan, Nienstedten

Braune blitzende Augen, dunkelblonde Haare, hinreißendes Lächeln – das ist Sebastian Wagner, der Kinderstar aus Nienstedten. „Im Kindergarten wurde unser Sohn von einer Mutter aus der Werbebranche entdeckt, 2014 hatte er dann seinen ersten Auftrag für Toys R us (jetzt Smyths) es folgten weitere kleine Rollen für Werbung in Print und Kino sowie für das Fernsehen.“ Mascha Wagner, Erzieherin und ihr Mann Dirk, Angestellter im öffentlichen Dienst, sind bei jedem Dreh dabei, lassen ihr einziges Kind nicht aus den Augen.
„In erster Linie soll es Sebastian Spaß machen und das tut es. Er liebt es, im Mittelpunkt zu stehen, kann den Fokus aller Menschen auf sich ziehen und damit spielen; wenn die Kamera abgeschaltet ist, ist er wieder ein ganz normaler Junge. In seiner Freizeit tanzt er richtig gut Hip Hop und ist auf Youtube unterwegs. Sebastian hat sogar einen eigenen Kanal“, so Papa Wagner.

Sebastian Angus Tom Wagner weiß um seine Fähigkeiten und Wirkung, denn der Junge ist sowohl ein gefragtes Kindermodel als auch als Nachwuchsschauspieler gut gebucht: schon in diesem Jahr hat er unter anderem eine Rolle in einem Musikvideo übernommen, war als Reporter für den Kika unterwegs und wurde für das ZDF als Synchronsprecher für einen Krimi gebucht. Über die Höhe der Gagen weiß der kleine Star aus Nienstedten allerdings nichts; seine Eltern legen die Einnahmen auf ein Sparkonto, damit Sebastian sich später den Führerschein finanzieren kann oder seine erste Wohnung einrichten kann.

Der Traum? Bei der Serie „Die
Pfefferkörner“ mitspielen

„Grundsätzlich achten wir ausschließlich darauf, was unser Sohn möchte. So lange er mit Lust und Freude unterwegs ist und die Schule nicht leidet, erfüllen wir ihm gerne den Wunsch zu drehen oder zu modeln“, so Dirk Wagner. „Darüber hinaus achten meine Frau und ich doch sehr kritisch auf etwaige Zwischentöne – ganz schnell wird ja Eltern unterstellt, dass sie ihr Kind ,verheizen’. Das ist bei uns definitiv nicht der Fall. Wenn Sebastian Fotos oder Rollen nicht möchte, wird es das von uns aus sicher nicht mehr gebe“.

Gerade standen Papa und Sohn beim Casting im Elbe Einkaufszentrum gemeinsam vor der Kamera: „Leider hat es dieses Mal nicht geklappt und wir sind ausgeschieden; aber bei 1.000 Kandidaten waren wir unter den letzten 69“, sagt Sebastian und nimmt die Niederlage sportlich. „Ich war zwar enttäuscht, aber der nächste schöne Dreh kommt bestimmt“. Ab August wird der Zehnjährige dann auch einen neuen Lebensabschnitt beginnen und die weiterführende Schule in Blankenese besuchen. Und wer weiß? Vielleicht erfüllt sich Sebastians großer Wunsch ja doch noch, einmal bei der ZDF-Detektivserie „Die Pfefferkörner“ mitzuspielen.

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