Der FC Süderelbe gewann den Pokal 2018, tritt in diesem Jahr aber nicht an. Foto: rp

Fußball: Am 29. Juni startet die 55. Auflage des
Traditionsturniers – Organisationsteam will aufhören

Von Waldemar Düse, HAMBURG-SÜD.
Laut Auskunft des DFB gibt es im größten Sportfachverband der Welt keinen weiteren regionalen Pokal-Wettbewerb, der über einen so langen Zeitraum ausgetragen worden ist. Doch die Begeisterung vieler beteiligter Vereine am Harburg-Pokal hat sich besonders in den vergangenen Jahren in derart überschaubaren Grenzen gehalten, dass der Großteil der Organisatoren nach der 55. Auflage für Ende September seinen Ausstieg angekündigt hat.
„Wir haben uns damit lange schwer getan, aber die Entscheidung ist bereits vor einem Jahr gefallen“, erklärt Ingo Brussolo den Beschluss, gemeinsam mit Andreas Meyer, Fiete Suhr und Siggi Sendrowski auszusteigen. Einzig Olaf Müller ist bereit weiterzumachen.
„Wir haben die Organisation nie als Arbeit empfunden, aber die geringe Wertschätzung seitens vieler Vereine bis hin zur
Respektlosigkeit sowie die kaum vorhandene Kommunikation zwischen vielen Vereinen und dem Organisationsteam haben am Ende den Ausschlag gegeben“, begründet Brussolo den radikalen Schritt. Selbst Gutscheine für Sportklamotten seien nicht eingelöst worden. Das Fass endgültig zum Überlaufen brachte die Ankündigung der Oberlisiten Oberligisten Buchholz 08 und FC Süderelbe, in diesem Jahr nicht teilzunehmen.
Den Buchholzern unter ihrem neuen Trainer Marinus Bester passt der Pokal nicht in ihren Vorbereitungsplan. Mit dem FC Süderelbe hatte es bereits im vergangenen Jahr Stress gegeben, weil der Klub Vorbereitungsspiele auch an Turniertagen austragen wollte, was nach den Durchführungsbestimmungen des Harburg-Pokals aber nicht zulässig ist.
„Das nimmt uns Zuschauer weg und schmälert die Ausschüttungen für die Jugendabteilungen der beteiligten Klubs“, so Brussolo. Und der FC Türkiye hatte fünf Jahre lang seine Gelder nicht abgerufen und den Spielausschuss dann vor die Wahl gestellt:
Entweder nun alles auf einmal oder Ausstieg. Worauf sich der Spielausschuss natürlich nicht einlassen konnte. Doch der radikale Schritt könnte sich auch als notwendiger Schnitt erweisen. Dem Vernehmen nach haben nach der diesjährigen Auslosung Pierre Ulaga (FSV Harburg-Rönneburg), Horst Meyer (TSV Neuland), Stefan Arlt (FC Süderelbe) und Torsten Müsse (FTSV Altenwerder) Interesse an der Mitarbeit im Spielausschuss bekundet.

Termin: 29. Juni bis 7. Juli
Ort: Sportplatz Alter Postweg
Gruppenspiele: 29. Juni ab 14 Uhr, 30. Juni ab 11 Uhr; Viertelfinale: 2./3. Juli,
Halbfinale: 5. Juli,
Endspiel: 7. Juli

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