Herbert Kessler, Jugendleiter des SV West Eimsbüttel, zeigt auf die Stelle, wo ein Zebrastreifen fehlt. Foto: ms

Mateo Schneider, Stellingen

Auch sechs Wochen nach der Entfernung des Zebrastreifens vor der neuen Sportanlage an der Vogt-Kölln-Straße ist selbst eine provisorische Übergangslösung immer noch nicht in Sicht. Wie einige Tageszeitungen meldeten, hatte die Polizei den für die Bauzeit der Sportanlage direkt vor der Zufahrt angelegten Zebrastreifen nach dem Ende der Baumaßnahmen Anfang Mai entfernen lassen.

Der Grund: Das Bezirksamt hatte eine Verlängerung der Verkehrsberuhigung verschlafen. Das Ergebnis: Durch den fehlenden Zebrastreifen und den Wegfall der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer ist eine gefährliche Situation entstanden. Ein teilweise dichter Verkehr, viele Autos, die möglicherweise deutlich schneller als 50 Stundenkilometer fahren und beidseitig nur 50 Meter Sicht bis zur nächsten Kurve.
„Gerade für unsere Kinder und die, die jeden Tag zum neuen Spielplatz an der Sportanlage kommen, geht das gar nicht.“ Herbert Kessler, der Jugendleiter des SV West-Eimsbüttel, der gemeinsam mit dem TSV Stellingen 88 die Anlage nutzt, ist immer noch fassungslos.

Was sagt das Bezirksamt Eimsbüttel? „Kurzfristig wird angestrebt und derzeit noch geprüft, wie und an welcher Stelle wieder ein provisorischer Fußgängerüberweg errichtet werden kann“, erklärte nun Antje Model von der bezirklichen Pressestelle auf Anfrage des Elbe Wochenblattes. Für eine Übergangszeit werde die Wiederanlage des Zebrastreifens an seiner ursprünglichen Stelle geprüft. „In der langfristigen Lösung ist ein Fußgängerüberweg nicht an dieser Stelle vorgesehen“, so Model weiter. Einen „kurzfristigen“ Termin kann das Bezirksamt indes immer noch nicht nennen. Es solle aber „möglichst schnell erfolgen.“

Auch für die endgültig angestrebte Lösung ist Geduld gefragt. Sie wird neben der neuen Querung auch einen dann beidseitigen Gehweg umfassen. Sie „kann frühestens im vierten Quartal 2019 umgesetzt werden, da noch Planungen abzuschließen sind und auch Fällungen erforderlich sein werden.“ Weitere Maßnahmen würden geprüft, aber „eine Tempo-30-Zone ist derzeit nicht im Fokus“, so Model. Die aufgebrachten
Die beiden aufgebrachten Vereine sowie die Eltern der Sportler wird das wahrscheinlich nicht beruhigen.

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