Am Trapez hängen oder menschliche Pyramiden bauen: Wer eine Zirkusnummer einstudiert, trainiert gleichzeitig seine Körperbeherrschung und steigert sein Selbstbewusstsein (im Bild: Kinder aus dem Zirkus Abrax Kadabrax am Osdorfer Born). Foto: Abrax Kadabrax

WILHELMSBURG. In der Woche nach Pfingsten müssen die Schüler an der Rahmwerder Straße ausnahmsweise mal nicht nur Mathe pauken und Deutschdiktate schreiben. Die Hälfte der Unterrichtszeit ist mit Jonglage, Akrobatik und anderen Zirkuskünsten gefüllt. Noch bis Freitag gastiert der Mitmachzirkus „Laluna“ an der Außenstelle der Elbinselschule in Georgswerder.
182 Schüler von der Vorschule bis zur vierten Klasse nehmen an dem Projekt teil. Von Donnerstag bis Sonnabend werden die jungen Zirkusartisten das Gelernte dann vor Publikum präsentieren. Es ist das erste Mal, dass die Schule eine solche Projektwoche veranstaltet. „Als die Schüler erfahren haben, dass der Zirkus kommt, waren alle sofort begeistert“, sagt Dominik Goetz, Erzieher und Projektkoordinator der Elbinselschule. „Sie freuen sich schon riesig darauf, in der Manege zu stehen und ihr Können zu zeigen!“
Das Unternehmen „Laluna“ hat sich seit vielen Jahren auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert. Jeweils für fünf Tage macht die wandernde Zirkusschule an einer Grundschule Station, um Fünf- bis Zehnjährige zu Trapezkünstlern, Akrobaten, Seiltänzern, Jongleuren, Clowns und Fakiren (mit echtem Feuer!) „auszubilden“. Das Projekt soll in erster Linie Spaß machen – gleichzeitig werden aber auch Körperbeherrschung, Gleichgewichtssinn, Geschicklichkeit, Bühnenpräsenz und Selbstvertrauen vermittelt.

Die Schüler freuen sich darauf, in der Manege zu stehen und ihr Können zu zeigen
Dominik Goetz,
Elbinselschule

„Das Zirkusprojekt soll den Schülern nicht nur den Einblick in die Zirkuswelt ermöglichen, sondern die Gelegenheit geben, ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennen zu lernen“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens. Während die „Eleganten und Träumer“ unter den Schülern vorzugsweise auf dem Seil tanzen, sind die motorisch Begabten erfahrungsgemäß gerne als Jongleure unterwegs. Erstaunlicherweise soll man bei den Clowns oft die schüchternen Kinder antreffen, die sich in einer neuer Rolle ausprobieren. Unterrichtet werden die Teilnehmer laut Internetseite von erfahrenen Zirkuskünstlern. Das Projekt wird über die Schule und über den Ticketverkauf finanziert.
Die Zirkusdarbietungen sollen darüber hinaus einen Vorgeschmack auf das zehnjährige Jubiläum der Schule geben, das Mitte September an der Krieterstraße gefeiert wird. Die Schule rechnet mit 1.500 Gästen.

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