Grund zur Zufriedenheit: Seit Juli 2018 existiert das Unternehmen „kulturchoc“ Foto: Mona Taghavi Fallahpour
Anzeige


ALICIA HAGEMANN, ALTONA

„Geht es um die erfolgreiche Eingliederung von Familien mit Migrationsgeschichte, sind Mütter die Schlüsselfiguren. Bisher wurden sie in der Bildungsarbeit aber vernachlässigt“, so die Gründerin des Sozialunternehmens ,,kulturchoc“ Mona Taghavi Fallahpour. Insbesondere Müttern ab 35 möchte sie einen beruflichen Neueinstieg ermöglichen. Im Juli 2018 startete sie das gemeinnützige Projekt, bei dem die Frauen in alle wichtigen Bereiche des Unternehmens eingebunden werden.
Kulturchoc produziert sogenannte „korrekte Konfekte“, inspiriert von den Herkunftsländern der Teilnehmerinnen – insgesamt vier Variationen Dattelkonfekt werden in traditioneller Handarbeit angefertigt. Eingekauft wird bei Kleinbauern und Frauenkooperativen weltweit. Verkauft wird an Firmen als Kundengeschenke und auf Hamburger Märkten. Diese Idee setzte sich in der Bewerbungsphase des deutschen Integrationspreises durch.

Die gemeinnützige Hertie-Stiftung sucht im Rahmen des deutschen Integrationspreises überzeugende Projekte, begleitet diese in ihrer Umsetzung. Zwei Phasen durchlaufen die Teilnehmer während des Wettbewerbs: In der ersten, der Crowdfunding-Phase, müssen 10.000 Euro von Unterstützern fürs Projekt gespendet werden. Wer das Funding-Ziel erreicht, schafft es in die zweiten Phase. Am Ende erhalten die besten 20 Projekte Preisgelder von insgesamt 150.000 Euro.

Fünf Frauen gehören inzwischen zu den festen Teilnehmern von kulturchoc. Durch die Arbeit erlernen die Frauen die deutsche Sprache schneller, knüpfen neue Kontakte und kommen von zu Hause raus. Gemeinsame Aktivitäten, wie etwa Fahrrad- oder Selbstverteidigungskurse stehen auch auf dem Programm. Die Mütter sollen Vorbilder sein: Wenn sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, macht auch der Rest der Familie eher mit.

Unterstützt wird Mona Taghavi von einigen Freunden, aber auch auf den Hamburger Märkten fand das Projekt bereits neue Unterstützer. In Zukunft möchte kulturchoc gerne mehr Konfekt herstellen, neue Maschinen kaufen und den Onlineverkauf starten. Im Internet werden dazu Spendengelder gesammelt.

❱❱ Mehr Infos unter www.startnext.com/korrekte-konfekte

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here