Den Furtweg gibt’s ja doch! Schild und Straße sind noch da. Foto: jdd
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J. Bannan, Eidelstedt

Was Erwin Rosanowski mit dem Paketversand DHL erlebte, macht ihn wütend. „Mein Frau und ich vermissen unsere Enkel und vor alledem unser Urenkelchen, und unsere größte Freude ist es, ihnen Pakete mit Leckereien zu schicken – und als wir dieses Mal an unsere Enkelin im Furtweg ein Paket sendeten, kam es nach 14 Tagen zurück. Und die Lebensmittel waren verdorben“.
Was war passiert? Erwin Rosanowski und seine Frau Brunhilde wohnen im Nordrhein-Westfälischen Hüllhorst. Das Ehepaar hat am 29. April ein Paket an die Enkelin in Eidelstedt aufgegeben. „In diesem Paket waren Kasseler, Butter, Kaffee und geräucherter Schinken“, so Rosanowski (93).

Über die Sendungsverfolgung konnte der rüstige alte Herr an seinem Computer verfolgen, dass das Paket am 30. April Hamburg erreichte und direkt in das Zustellfahrzeug geladen wurde. „Das fand ich prima und ich dachte, dass meine Enkelin nun zum 1. Mai ein Festessen hatte“, erinnert sich Opa Rosanowski.
Zu früh gefreut. Sage und schreibe sieben Tage fuhren Schinken, Kassler und Butter durch das schöne Eidelstedt. Trotz Ablagevertrag fanden die Köstlichkeiten jedoch nicht in den Kühlschrank von Erwin Rosanowskis Enkelin, sondern traten nach rund 14 Tagen wieder die 244 Kilometer lange Rückreise nach Hüllhorst an. Zuvor war die Enkelin in die Filiale am Ekenknick gegangen, um dort nach dem Paket zu suchen – ohne Erfolg.

In Hüllhorst verschlug es Erwin Rosanowski und seiner Frau Brunhilde endgültig die Sprache. „Auf dem Paket stand: Adresse nicht zu ermitteln. Den Furtweg gibt es also laut DHL gar nicht. Demnächst sollten wir besser selbst nach Hamburg reisen und das Paket übergeben, das ist stressfreier für alle Beteiligten“. DHL wollte auf Anfrage des Elbe Wochenblatts zu diesem Fall keine Stellung nehmen und bat stattdessen um die Kontaktaufnahme und Beschwerde über die Website.
❱❱ www.dhl.de

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