Nach der Vergabe des Denkmalpreises freuen sich Rainer-Maria Weiss (Ärchäologisches Museum Hamburg), Peter Hornberger (Museumsverein), Birgit Caumanns, Werner Pfeifer, Bianca Blomenkamp und Timo Blume (v.r., alle Verein Trinkhalle seit 1876). Foto: AMH
Anzeige


Der Kiosk in der Blohmstraße, ein altes, denkmalgeschütztes Gebäude, stand vor dem Abriss. Eine kleine Gruppe Harburger setzte sich für dessen Erhalt ein – und hatte Erfolg. Das war vor vier Jahren. Jetzt wurde ihr „Kulturkiosk Blohmstraße“ mit dem Denkmalpreis des Museumsvereins Harburg ausgezeichnet. Birgit Caumanns, Werner Pfeifer, Bianca Blomenkamp und Timo Blume nahmen die Urkunde und eine Plakette, die am Kiosk angebracht werden kann, entgegen.
„Zum besonderen Charme des Binnenhafens gehören auch so schrullige Kleinode wie der Kiosk. Der Museumsverein Harburg hat sich in diesem Jahr bei der Verleihung seines Denkmalpreises für den Kulturkiosk in der Blohmstraße entschieden, da der Erhalt solcher kleiner Objekte im Nebeneinander von moderner Architektur und historischer Bebauung besonders wichtig ist“, erläuterte Prof. Dr. Peter Hornberger, Vorsitzender des Museumsvereins.
Hintergrund: Der Verein „Trinkhalle seit 1876“ hat 2015 den vermutlich ältesten Kiosk Hamburgs vom langjährigen Pächter Peter Kottke übernommen und einen unbefristeten Mietvertrag mit der Sprinkenhof GmbH geschlossen. Brötchen, Kaffee oder Pferdewurst werden nicht mehr über den Verkaufstresen gereicht, aus dem Hafenkiosk ist ein Kulturkiosk geworden.
Die „Trinkhalle 1876“ war jahrzehntelang ideal an der direkten Verbindung zwischen der Harburger Innenstadt und dem Anlegeplatz für Dampfschiffe an der Süderelbe gelegen. Sowohl für die Schiffspassagiere als auch für die Hafenarbeiter wurde der Kiosk zu einer beliebten Versorgungseinrichtung.
Jetzt finden im Kulturkiosk Blohmstraße in unregelmäßigen Abständen kleine Konzerte, Ausstellungen und andere Events statt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here