Nachts in der Sammlung Falckenberg unterwegs: Am 18. Mai gibt’s dort viele Führungen. Foto: MDH/F.Krems

Ein Museumsbesuch muss nicht dröge sein: Am 18. Mai öffnen 57 staatliche und private Hamburger Häuser von 18 bis 2 Uhr zur Langen Nacht der Museen. Viele außergewöhnliche Veranstaltungen sollen den Hamburgern ihre Geschichte, Technik, Natur und Kunst lebhaft näherbringen. Auf einem Museumsrundkurs durch die dunkle Stadt ist das besonders spannend.
Der Programmfokus erscheint auf den ersten Blick zwar wenig spektakulär: Es geht um die Aufgabe, Natur, Kunst und historische Objekte, die Vielfalt der Welt zu bewahren. Doch tatsächlich füllen 945 Führungen, Vorträge, Konzerte, Filme und Theaterdarbietungen auf den ersten Blick Angestaubtes mit neuem Leben: Um historisches Spielzeug aus Rinde (ab 18 Uhr) geht es zum Beispiel im Archäologischen Museum Harburg, Museumsplatz. Dort können Kinder und Erwachsene noch viel mehr selbst machen: Fingerringe aus Kupferdraht, Tonlampen oder – wie einst Ötzi – Behälter aus Bast und Birkenrinde. Oder Besucher lauschen den „Magischen Lurenklängen“, die mit Hilfe imposanter bronzener Hörner erzeugt werden (19.30, 21.30, 23.30 Uhr).
Bequeme Wege mit dem
Busshuttle
In der Sammlung Falckenberg in den Phoenix Fabrikhallen, Wilstorfer Straße 71, wird Videokunst gezeigt (ab 18 Uhr). Auch außergewöhnlich: Im Kunstverein Harburger Bahnhof, Hannoversche Straße 85, performen Künstler die „Arts of the Working Class“, die Künste der Arbeiterklasse“ (19 Uhr).
Zwei besondere Auswanderer-Lebensgeschichten beleuchtet das Auswanderermuseum Ballin Stadt, Veddeler Bogen 2: Im Bildervortrag „Hummeln im Hintern“ geht es um Charles Moheit und Adolf Klöpfer (18.30, 20.30, 22 Uhr). Im Wälderhaus, Am Inselpark 19, spielen die Hamburger Symphoniker (20 Uhr). Und das Electrum, Harburger Schlosstraße 1, beleuchtet die 1970er Jahre, „als das Leben bunter wurde“ (ab 18.30 Uhr). Zum guten Schluss spiegelt auch Kulinarisches Kultur: Im Archäologischen Museum können sich Besucher den beliebten Urzeit-Eintop schmecken lassen.
Für den bequemen Transport zwischen den Museen sorgen zwölf Busshuttle-Linien, kostenlose Stadträder, Elbbarkassen, Alsterdampfer und alle regulären HVV-Linien. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt, Jugendliche bis 17 Jahren zahlen erstmals nur vier Euro, Erwachsene 17 Euro, ermäßigt zwölf. Wer am Sonnabend noch nicht genug gesehen hat, kann mit dem gleichen Ticket am Sonntag, dem Internationalen Museumstag, bei freiem Eintritt nochmal wiederkommen. Mehr Programminfos unter
❱❱  www.langenachtdermuseen-hamburg.de

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