Stolz nimmt Klaus Möller (r.) aus den Händen von Schulsenator Ties Rabe Urkunde und Bundesverdienstkreuz am Bande entgegen. Foto: pr

Große Auszeichnung für Klaus Möller (83). Schulsenator Ties Rabe überreichte dem ehemaligen Harburger Schulleiter in Vertretung für den Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande. Möller engagiert sich seit Jahrzehnten dafür, dass die Nazi-Greuel – die es auch in Harburg gegeben hat – nicht in Vergessenheit geraten.
Er war 1999 Mitbegründer der „Initiative Gedenken in Harburg“, die regelmäßig Gedenktage ausrichtet, um an die Schrecken der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu erinnern. Klaus Möller war es auch, der den Kölner Künstler Gunter Demnig nach Harburg holte, um hier die berühmten „Stolpersteine“ zu verlegen, die an verschleppte und ermordete Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Inzwischen gibt es in Harburg über 230 dieser Steine gegen das Vergessen.
Aber nur das Verlegen dieser Steine reichte dem pensionierten Studiendirektor nie. Er regte Schüler an, die Geschichte dieser Menschen zu erforschen und aufzuschreiben. Aus den Begegnungen von Zeitzeugen und Schülern entstanden zehn Projektarbeiten und Dokumentationen. Neun dieser Arbeiten wurden mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet.

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