Video: Sven Taucke, Text: Mateo Schneider

Für Andreas Klobedanz gab es keine zwei Meinungen. „Eine Zitterpartie gegen Teutonia musste keiner von uns haben“, hatte der Manager von Altona 93 den vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft der Oberliga Hamburg kommentiert. Er gestand aber auch zu: „Für Zuschauer und Medien wäre es viel, viel schöner gewesen.“

Aber bei fünf Punkten Rückstand kann der angesprochene Tabellenzweite von der Kreuzkirche am Freitagabend um 19 Uhr die Meisterschaftsfeier in der Adolf-Jäger-Kampfbahn nur noch stören, nicht aber verhindern. Letztlich hatte sich Teutonia durch die 0:2-Heimpleite gegen den FC Süderelbe Ende April selbst um mögliches Meisterschaftsfinale gebracht.

Wie viele Jahre seit dem letzten hamburgischen Titelgewinn vergangen sind? Die einen sagen 69 Jahre, die anderen 102. Eine historische Randnotiz, aber kein Thema für den AFC. Für ihn ist der Titelgewinn ohnehin nur der erste Schritt auf dem Weg zum eigentlichen Ziel, der Rückkehr in die vierte Liga. Auch daran ließ Klobedanz keinen Zweifel.

Aufstiegsrunde wird für den AFC kein Selbstgänger

Die Feier der Fans wird in bekannter AFC-Manier sicherlich rauschend, Trainer und Spieler dagegen dürfen sich nicht allzu lange ihrer Feierlaune hingeben. Bereits am Mittwoch kommender Woche beginnt die Aufstiegsrunde. Die beiden Punktbesten von drei Teilnehmern dürfen aufsteigen, ein Selbstgänger wird die Relegation dennoch nicht. Diese bittere Erfahrung musste zuletzt Teutonia 05 machen. Der Tabellendritte der vergangenen Oberligasaison kassierte in der Aufstiegsrunde drei Niederlagen und 15 Gegentore und scheiterte krachend. „Unser Anspruch für das nächste Jahr ist das Maximum, wir wollen nach ganz oben“, schaltete Teutonias Trainer Sören Titze nach der in diesem Spieljahr verpassten Aufstiegschance sogleich in den Angriffsmodus für die kommende Saison.

Der AFC spielte 2017/18 für eine Spielzeit in der Regionalliga Nord, stieg als Aufsteiger allerdings wieder ab. Jetzt heißt das Ziel, sich nach einem mögliche Aufstieg in der vierten Liga zu etablieren. Wenn das klappt, und auch Teutonia in der kommenden Saison aufsteigt, dürfen sich die Fans auf ein Altonaer Derby in der Regionalliga freuen. Das hat es bislang noch nicht gegeben, darin sind sich die Fußballhistoriker einig.

Aufstiegsrunde 2018/19: Die Aufstiegsrunde beginnt für Altona 93 am Mittwoch, 22. Mai (19.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim bremischen Meister Bremer SV. Am Sonntag, 26. Mai, gastiert der Heider SV (momentan Tabellendritter aus Schleswig-Holstein) um 15 Uhr in der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Die beiden punktbesten Teams steigen in die Regionalliga auf. In Schleswig-Holstein hatten alle vor dem Heider SV platzierten Klubs auf eine Meldung für die Regionalliga verzichtet.

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