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Von Waldemar Düse.

WILHELMSBURG. Wie bei fast allen öffentlichen Bauvorhaben durften auch am Karl-Arnold-Ring die scheinbar unvermeidlichen Verzögerungen nicht fehlen. Auf der schicken neuen 4-Kunstrasenfelder-Sportanlage des SV Wilhelmsburg deuten zwei große Kieshaufen dezent darauf hin, dass hier noch etwas fehlt: das Funktionsgebäude mit dem neuen Vereinshaus.
Doch trotz der noch vorhandenen Umkleideprovisorien ist die Aufbruchstimmung, die Martin Timmler ausstrahlt, nachvollziehbar. „Wir mussten zu Saisonbeginn Spieler, die bei uns anfangen wollten, wieder wegschicken, weil der Andrang so groß war. Das ist ein Gefühl, das wir überhaupt noch nicht kannten“, sagt der Liga-Trainer der Bezirksliga-Fußballer des Vereins. Seit dem 24.Februar ist die Anlage für den Traditionsklub nutzbar. Mittlerweile nehmen 23 Mannschaften am Spielbetrieb des Hamburger Fußball-Verbandes teil. Zuletzt ist auch ein Frauenteam hinzugekommen, nachdem die Frauen des ESV Einigkeit komplett den Verein gewechselt haben.
War der Verzicht auf die angestammte Heimat an der Landesgrenze und am Vogelhüttendeich die richtige Entscheidung? „Seitdem der Umzug bekannt war, hat die Fußball-Abteilung viel an Anziehungskraft gewonnen“, so Timmler. Ein weiteres Pfund, mit dem der SVW wuchern will: „Wir gehen absolut ehrlich miteinander um. Wir versprechen niemandem Dinge, die wir nicht halten können.“ Und „wir“ sind neben Timmler seine beiden Co-Trainer Björn Möller und Heiko Rubbert. In der Vorausschau auf die kommende Saison hängt sich Timmler schon ein wenig weiter aus dem Fenster. „Wir wollen oben mitspielen.“ Und auch das Wort „Aufstieg“ steht nicht auf
der Tabuliste.
Wann Umkleiden und Vereinshaus fertig gestellt werden, steht derzeit noch nicht fest. Eigentlich sollte das Gebäude noch in diesem Jahr seiner Bestimmung übergeben werden. Doch seit längerem herrscht auf Seiten der Stadt in dieser Richtung Funkstille.

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