Das Chickpeace-Team mit Lutz Bornhöft, Najla, Manuela Maurer, Petra Rottmann, Rehab, Maisaa und Margarete (v.l.) kocht gemeinsam Gerichte aus aller Welt. Foto: Chickpeace
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Sabine Langner, Harburg/Altona

Die Frauen kamen aus Syrien, Afghanistan, Somalia oder Eritrea. Mit wenig mehr als der Kleidung, die sie am Leib trugen. Doch Rezepte von traditionellen Mahlzeiten aus ihrer Heimat hatten sie alle im Kopf. „Dieses Wissen muss man doch nutzen können“, dachten sich Manuela Maurer und Mitarbeiter der Harburger Flüchtlingshilfsorganisation Open Arms. Das war die Geburtsstunde von Chickpeace. Ein Kunstwort, das sich aus den englischen Worten Chicks (umgangsprachlich für Frauen) und Peace (Frieden) zusammensetzt und auf das englische Wort für Kichererbsen (chickpeas) anspielt.

Inzwischen haben die Frauen aus aller Welt in Altona einen Catering-Service gegründet. Auf der Menükarte stehen orientalische Mezze genauso wie handgemachte Teigtaschen aus Eritrea oder Eintöpfe aus der persischen Küche. Dieses Konzept erfreut nicht nur Genießer guter Küche. Die beteiligten Frauen haben auf diese Weise die Chance, sich eine Existenz aufzubauen.

Jetzt soll das noch junge Unternehmen weiter professionalisiert werden. Möglich wird dies durch 25.000 Euro, die die Postcode Lotterie dem interkulturellen Catering-Service spendiert hat. Mit diesem Geld wird der Hamburger Koch und Gastronom Lutz Bornhöft als erfahrener Berater ins Team geholt. Sein Wissen aus über zehn Jahren Catering und Restaurantbetrieb in der gehobenen Abendgastronomie wird er mit den Chickpeace-Köchinnen teilen, Schulungen anbieten und gemeinsam mit Chickpeace Rezepte verfeinern. Außerdem sollen noch ein paar Dinge für die Küchenausstattung angeschafft werden.

„Chickpeace erhält keine staatlichen Fördergelder, sondern trägt sich aus eigener Kraft und durch die Unterstützung der Schöpflin Stiftung. Wir verfolgen das Ziel, den Frauen eine langfristige Jobperspektive zu ermöglichen. Im Moment haben wir immerhin ein paar Mini-Jobs geschaffen. Die Frauen lernen so, wie das Arbeiten in Deutschland funktioniert“, sagt Manuela Maurer, Gründerin des Projekts.

❱❱ Mehr Infos über Chickpeace gibt es im Internet unter
www.chickpeace.de

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