Das Bild vom „Brutkasten“ kommt nicht von ungefähr: So soll das viergeschossige Gebäude mit dem prägnanten Fassadenversatz aussehen. Visualisierung: DESY
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Gaby Pöpleu, Bahrenfeld

Die „Science City“ nimmt Formen an: Auf einem 5.000 Quadratmeter großen DESY- Gelände baut die Otto Wulff Bauunternehmung jetzt das erste Projekt des Großvorhabens. Etwa 100 kleine Büros für junge Unternehmen aus Forschung und Wissenschaft, dazu Werkstätten und Labore sollen hier im Frühjahr 2021 in Betrieb genommen werden.

„Innovationszentrum – Forschungscampus Bahrenfeld“ heißt dieses Gemeinschaftsprojekt von DESY, Uni Hamburg und Stadt Hamburg. Vor allem Firmengründer auf dem Feld der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung sollen später hier in direkter – und so hofft man – nützlicher Nachbarschaft zum Center for Free-Electron Laser Science CFEL ihre Ideen umsetzen. Damit ihnen der Einstieg ins Wirtschaftsleben leichter fällt, sollen die Mieten bewusst gering gehalten werden.

So nennen die Bauherren ihr Gebäude auch gern einen „Inkubator“, also „Brutkasten“ für Start-Ups“. Dieses Ziel versuchen sie auch durch eine „kommunikative Raumstruktur“ zu befördern. Will heißen: Junge Forscher können hier zwischen Kaffeestation, Schreibtisch und Labor aufeinandertreffen und Ideen austauschen.

Medizin und Chemie, Laser- und Nanotechnologie

Der Neubau wird 2.600 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Geschossen haben. Rund die Hälfte der Fläche ist für Büros, die andere Hälfte für Labore und Werkstätten, eine Caféteria und für Beratungsräume vorgesehen. Thematische Schwerpunkte sind Biowissenschaften wie Chemie und Medizin, Laser- und Nanotechnologie sowie Materialwissenschaften.

Der Bau beginnt am Übergang zwischen Luruper Hauptstraße und Luruper Chaussee auf Höhe der Stadionstraße und erstreckt sich entlang der Luruper Chaussee gen Süden. Bauherr ist die „Innovationszentrum Forschungscampus Hamburg-Bahrenfeld GmbH“ hinter der das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY als Auftraggeber steht.

Für die Gestaltung des Gebäudes zeichnen die DFZ- Architekten verantwortlich: Großformatige Fenster, viel Transparenz. Durch einen prägnanten Versatz der Glasfassade im Nordosten entsteht ein überdachter, kommunikativer Raum, der sich zur Luruper Chaussee öffnet und ein auch weithin sichtbares Zeichen am Kreuzungspunkt mit der Stadionstraße setzen soll.

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