Vollsprerrung 31. 3. 19

Moorburg gibt nicht auf. Anwohner kämpfen weiterhin gegen die von Hamburg Port Authority (HPA) geplante mindestens einjährige Vollsperrung der Straße Moorburger Elbdeich. Zur Bürgerversammlung erschienen 250 aufgebrachte Anwohner, aber trotz Einladung weder ein Vertreter von HPA noch von der Wirtschaftsbehörde.
Worum geht’s? Der Moorburger Elbdeich soll kurz vor der Kreuzung an der Waltershofer Straße komplett gesperrt werden, weil der Containerterminal Altenwerder eine südliche Straßenanbindung erhalten wird.
„Für den kleinen Stadtteil am Rand des Hafengebiets bedeutet dies Schlimmeres, als nur ein paar Umwege fahren zu müssen. Der Moorburger Elbdeich ist die Lebensader des Orts“, sagt Anwohner Manfred Brandt. „Wenn beide Richtungen gesperrt werden, kommt kein HVV-Bus mehr durch und erst recht kein Schulbus oder Rettungswagen der Feuerwehr. Es gibt keine direkte Zufahrt zur Kita mehr und viele Anwohner rätseln, wie sie in Zukunft zur Arbeit oder zum Einkaufen gelangen können. In einem kürzlich erstellten Gutachten ist von Umwegen bis zu acht Kilometern die Rede und von noch mehr Staus im Gebiet als heute, da sich vor allem der Schwerlastverkehr deutlich erhöhen werde.“

Der Moorburger Elbdeich ist die Lebensader des Ortes
Manfred Brandt,
Anwohner

Nach Ansicht der Anwohner erfordert die Straßenbreite von zwölf Metern keine Vollsperrung des Moorburger Elbdeichs. „Sie ist völlig ausreichend für die Erfüllung der Sicherheitsvorschriften bei einer einspurigen Durchfahrt“, meint Stephan Zins (Runder Tisch Moorburg). Was ist mit der Behauptung der Behörde, ohne Vollsperrung müssten private Flächen südlich des Moorburger Elbdeichs in Anspruch genommen werden? Stephan Zins: „Das ist nicht nur unnötig, wie der Ortstermin zeigt, sondern diese Flächen sind alle in öffentlicher Hand.“
Peinlich: Zeitgleich mit der Verkündung der Vollsperrung wurde Anwohnern in einer Postwurfsendung mitgeteilt, die Baustelle könne von Bussen und Anwohnern jederzeit passiert werden.
Fazit von Manfred Brandt: „Der Erste Bürgermeister kann gar nicht soviel Transparenz und Bürgernähe aufbauen wie die Wirtschaftsbehörde und die HPA mit dem Hintern einreißen“.
Die vom Wochenblatt angefragte HPA-Stellungnahme lag bis Redaktionsschluss nicht vor.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here