Cläre Bordes (Projektleiterin; v. l.) mit der mexikanischen Lehrerin Lisvy Yuliana Ramos Lopez, Dana Reins (Geschäftsführerin der Schülerfirma) und Alessia Garcia Travesi, tatkräftig den Transport der Rucksäcke organisiert. Foto: AH
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Alicia Hagemann, Hamburg-West

Mit der deutsch-spanisch zweisprachigen Profilklasse, Jahrgang neun und zehn, der Stadtteilschule Stellingen startete 2015 das Projekt „Plastik war gestern“. Die Profilklasse „Stellingen goes Mexiko“ gründete eine Schülerfirma, die Stoffrucksäcke mit dem Slogan „Plastik war gestern“ bedrucken lässt. und so für die Vermeidung von Plastik werben will.

Die 18-jährige Schülerin Dana Reins und ihre Mitschüler hatten sich viel mit Mexiko beschäftigt. Der Verein Lemonaid & ChariTea wurde bald auf sie aufmerksam geworden – mit ihrer Hilfe entstand die Schülerfirma. Dana Reins entwarf das Logo mit dem Axolotl, also dem mexikanischen Schwanzlurch.

Heute gibt es die Rucksäcke mit vier unterschiedlichen Motiven zu kaufen, die von der Hamburger Agentur Rocket & Wink designt wurden. Die Schülerfirma hatte zuvor außer der Agentur auch die Siebdruckerei Ute Beling vom Projekt überzeugt. Inzwischen haben die Schüler weitere Partner gewonnen, darunter die Niemerszein Edeka-Märkte in der Osterstraße, die ihre Stoffrucksäcke verkaufen.
Der harte Kern der damaligen Profilklasse ist Teil des Projekts, aber mit Alessia Garcia Travesi und anderen sind auch neue Gesichter hinzugekommen. Somit blickt Projektleiterin Cläre Bordes, die lange an der Stadtteilschule Stellingen als Lehrerin unterrichtete, zuversichtlich in die Zukunft des gemeinsamen Engagements.

Fünf Euro kosten die Rucksäcke – zwei Euro gehen dabei an die indigene Bildungseinrichtung Instituto Intercultural Nönho in San Ildefonso, Queretaro in Mexiko.
Dort unterrichtet Lisvy Yuliana Ramos Lopez. Die 32-jährige Lehrerin des Instituts ist für ein zweiwöchiges Praktikum bei Lemonaid & ChariTea nach Hamburg gekommen.
Gemeinsam mit Lopez und dem 67-jährigen Schülgründer Mario Bladimir Monroy Gomez verkaufen die Schüler am Sonntag, 31. März, Rucksäcke auf dem Upcycling Markt, Neuer Kamp 1, neben dem Knust.

Ein weiteres Ziel der Kampagne ist es, ein Kulturzentrum in San Ildefonso zu finanzieren. Die Kultur und das Wissen der Bevölkerungsgruppe der Ñöñhos sollen lebendig bleiben. Lopez’ Großmutter legte ihr diese Kultur ans Herz.
Die Lehrerin erkundete Hamburg gemeinsam mit Cläre Bordes. Wie auf viele Gäste wirkte der Charme der Alster auch auf sie. Auch das Gängeviertel besuchte die Mexikanerin. Sie fühlt sich trotz der Sprachbarriere wohl: „Wir alle sprechen noch eine universelle Sprache, die nichts mit Worten an sich, sondern mit dem Herzen zu tun hat“, so Lopez.

❱❱ Infoabend mit Vorstellung des Projekts, Fotos, Musik,
Getränken und Tapas am Dienstag, 2. April, 19 Uhr, Stadtteilschule Stellingen, Brehmweg 60, Shop unter www.plastikwargestern.de

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