kreative Vorschularbeit bei der Finkenau
Kulturelle Frühbildung bei der Finkenau

Pilotprojekt des Kollektivs Umordnung geht in die zweite Phase

Im Rahmen ihrer Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik – Fröbelseminar experimentieren 10 zukünftige Erzieher*innen mit künstlerischen Ausdrucksweisen. Unmittelbarer ästhetischer Input soll ihnen dabei helfen, mit Kleinkindern kreativ zu sein und gemeinsam Kunst, Musik, Tanz und Theater zu erfahren. Den Auszubildenden soll es ermöglicht werden, ein stärkeres Gespür für Kreativität und eine eigene kulturelle Haltung zu entwickeln.
Bereits im Herbst 2018 reisten die Schüler*innen nach Zürich und begleiteten dort Theaterstudierende der Hochschule der Künste. Das dort Erlebte fließt nun ein in die Arbeit mit Kindern: alle Schüler*innen absolvieren derzeit ein eineinhalb-jähriges Praktikum in verschiedenen Hamburger Einrichtungen, u.a. in der Kita Flohkiste oder dem deutsch-chinesischen Kindergarten. Am Praxistag in der jeweiligen Kita werden „Settings mit Kindern“ erprobt; reflektiert und ausgearbeitet werden diese beim wöchentlichen Profiltag in der Schule. „In der Kita habe ich die Möglichkeit, mit Kindern kreativ zu werden und zu erleben, wie sie künstlerische Angebote ausprobieren. Durch meine eigene Begegnung mit Musik und Theater kann ich besser nachvollziehen, wie sie sich dabei fühlen“, sagt die Schülerin Kaja Mumme. Der weitere Austausch mit den Zürcher Studierenden, Workshops, Präsentationen der künstlerischen Arbeit, die Zusammenarbeit mit Hamburger Künstler*innen sowie eine Aufführung mit Kindern auf Kampnagel sind geplant. Für die Evaluation des auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekts hat sich der Bereich Kindheitspädagogik der HAW Hamburg bereit erklärt.

Über das Kollektiv Umordnung
Mehrere Partner aus Bildung, Wissenschaft und Kunst haben sich zusammengetan, um Kunst und Kultur in der frühkindlichen Bildung stärker zu etablieren. Das Bündnis nennt sich „Kollektiv Umordnung“: Alles ist schon da, es wird nur neu gedacht, verknüpft und „umgeordnet“. Das Kollektiv Umordnung setzt bei der Ausbildung der Erzieher*innen an. Es sollen ästhetisch-kulturelle Module entwickelt werden, die sich in die Ausbildung integrieren lassen. Staatsrat Rainer Schulz von der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung unterstützt das Projekt: „Wir müssen nicht nur an der Quantität sondern kontinuierlich an der Qualität der Kinderbetreuung arbeiten“, sagt er. „Ästhetische Bildung sollte ein Bestandteil der Bildung für alle in der frühen Kindheit sein; hierfür benötigen wir entsprechend geschulte Fachkräfte, die wir in den Berufsschulen ausbilden“.
Zu den Partnern des Kollektivs Umordnung zählen in Hamburg die Stiftung Kindergärten Finkenau, die Gabriele Fink Stiftung, die Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik – Fröbelseminar, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften, das Kulturzentrum Kampnagel, die Lola Rogge Schule für Tanz/Berufsfachschule für Tanzpädagogik und in Zürich die Hochschule der Künste mit dem Fachbereich Theaterpädagogik.

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