Judith Laryea, Hans-Jürgen Köster und Alexandra Kalsner bieten die Beratungen an. Foto: Verbraucherzentrale.

Kostenlose Beratung: immer dienstags im Stadtteilbüro im Gloriatunnel

Von Andreas Göhring.

Im Stadtteilbüro im Gloriatunnel, Lüneburger Straße 1a, bekommen Harburger jetzt praktische Hilfe gegen Alltagsärger. Einmal in der
Woche – immer dienstags von 14 bis 17 Uhr – können sich Bürger mit ihren Sorgen an Mitarbeiter der Verbraucherzentrale wenden. Dieser kostenlose Service gehört zum bundesweiten Projekt „Verbraucher stärken im Quartier“, das in Hamburg allein im Bereich Harburger Innenstadt/Eißendorf-Ost eingeführt wird.
Wer kann die drei Mitarbeiter des Projekts, Judith Laryea, Hans-Jürgen Köster und Alexandra Kalsner, um Rat fragen? „Jeder“, sagt Almut Eckhof, Sprecherin des Bundesprojekts. „Sie können zum Beispiel helfen, wenn jemand auf Verkaufsfallen am Telefon oder im Internet reingefallen ist.“

Viel besser ist es, Verbraucher vor Fehlentscheidungen zu schützen
Michael Knobloch,
Verbraucherzentrale

Häufig haben die Leute in den Quartieren auch Ärger mit undurchsichtigen Haustürgeschäften, langen Laufzeiten von Verträgen, Prepaid-Angeboten, mit dem Wechsel des Energieversorgers oder verweigerten Garantieleistungen.
„Meistens kommen die Leute erst zu uns, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist“, sagt Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg. „Wir versuchen dann, den Schaden zu verringern oder ganz zu vermeiden.“ Gegen solche Reinfälle könnten nur gute Informationen helfen. Leider würden solche Beratungsangebote nur selten wahrgenommen.
Knoblauch: „Viel besser ist es, die Verbraucher im Vorhinein gut zu informieren und so vor Fehlentscheidungen zu schützen. Doch viele Hamburger erreichen wir bislang nicht, weil sie aus eigenem Antrieb kein Beratungsangebot wahrnehmen.“
Deshalb kommen die Berater nun ins Quartier Harburger Innenstadt/Eissendorf-Ost. Das von der Bundesregierung geförderte Projekt läuft bis zum 31. Dezember 2024.

Hintergrund
Ausgesucht für das Projekt „Verbraucher stärken im Quartier“ wurden bundesweit Bereiche, in denen Menschen leben, die Unterstützung am nötigsten haben. „Dort werden Notlagen von Verbrauchern durch Abzocke ausgenutzt“, so Klaus Müller vom Vorstand des Verbraucherzentralen-Bundesverbands.
Staatssekretär Gerd Billen erläutert: „Gerade finanziell schwächer gestellte Menschen werden häufig Opfer von Betrug und Irreführung. Ihnen werden zum Beispiel Versicherungen verkauft, die sie nicht brauchen. Sie stehen überhöhten Inkassoforderungen oft hilflos gegenüber. Hier muss Verbraucherschutz direkt vor Ort angeboten werden. Deshalb ist dieses Projekt so wichtig.“

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