Welpen sollten mindestens acht Wochen bei ihren Müttern bleiben. Foto: Richard Huber/Wikimedia

Polizei durchsuchte Laube in Kleingartenverein Am Radeland und Wohnungen in Fischbek – toter Welpe gefunden

Von Alicia Hagemann.

Arme kleine Hunde! Bei der Durchsuchung einer Laube im Heimfelder Kleingartenverein Am Radeland entdeckten Polizeibeamte einen toten Hundewelpen. Ein zweiter Welpe wurde sichergestellt und dem Tierschutzverein übergeben. Die Beamten der Fachdienststelle für Tierschutzdelikte hatten gegen drei Deutsche (24, 25, 26) und eine Polin (24) wegen des illegalen Handels mit Hunden ermittelt.
Die Gruppe steht in Verdacht, seit August 2017 mehrere Hundewelpen gewerbsmäßig verkauft zu haben, wobei die Tiere viel zu früh von der Mutter getrennt wurden. Außerdem sollen sie beim Verkauf angegeben haben, dass die Welpen geeimpft, entwurmt und gechipt seien – was aber nicht stimmte
Käufer von Welpen hatten ihren Verdacht gegenüber dem Veterinäramt beim Bezirksamt Harburg gemeldet.
Alle Beschuldigten haben Kontakte nach Osteuropa – ein häufiger „Produktionsort“ für Welpen. Nach bisherigen Erkenntnissen kommen die Hunde auch diesmal aus dem Ausland, vermutlich aus Polen, sagte Polizeisprecher Daniel Ritterskamp.
Die Polizei durchsuchte ebenfalls die Wohnungen der Verdächtigen am Neckersstücken und am Schehakstieg in Neugraben. Dabei wurden mehrere Schriftstücke und Betäubungsmittel als Beweismittel sichergestellt.
Wie kann man sich vor
solchen Händlern schützen? Im Internet ist es schwer Betrüger zu erkennen, ein Treffen vor dem Kauf ist daher unbedingt erforderlich. Ein Tipp: Darauf bestehen, das Muttertier zu sehen: „Die Mutter ist nur eben gassi“, sollte nicht einfach hingenommen werden.
Welpen sollten mindestens acht Wochen beim Muttertier bleiben.

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