Pierre-Michel Lasogga ist mit zwölf Saison- toren in der 2. Bundes- liga der Top-Torschütze der Rothosen. . Fotos: HSV/Witters

„Ich identifiziere mich bis aufs Letzte mit dem HSV“

Von Annika Puschmann/HSV.

Er war der Matchwinner beim freudig erwarteten Hamburger Stadtderby, das der HSV schließlich deutlich für sich entscheiden konnte: Pierre-Michel Lasogga, der beim 4:0-Erfolg des HSV auf St. Pauli einen Doppelpack schnürte und sich mit seinem unbändigen Kampfeswillen zum umjubelten Derby-Held der Rothosen aufschwang. Von den Fans frenetisch gefeiert, von den eigenen Mannschaftskameraden ebenso – für Lasogga war es ein ganz besonderer Tag. Doch wer ist dieser Pierre-Michel Lasogga eigentlich, wie tickt dieser Typ, der den HSV zurück in die 1. Liga schießen will? Das Elbe Wochenblatt stellt ihn genauer vor. Lasogga spricht über…

… den Derbysieg: Der Tag ist nicht in Worte zu fassen. Wir wollten nach so langer Zeit um jeden Preis endlich wieder das Stadtderby gewinnen. Bei uns standen elf echte Kerle auf dem Platz und wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen. Nach meinem ersten Tor war es Adrenalin pur, da bin ich gefühlt in unter neun Sekunden die 100 Meter über den Platz zu unseren Fans gerannt. (lacht) In solch einem Moment gehen bei mir irgendwie immer die Lichter aus, da müssen dann alle Emotionen raus.

… den HSV: Mir bedeutet dieser Derbysieg so unglaublich viel, weil ich mich bis aufs Letzte mit dem HSV identifiziere. Dementsprechend freut es mich extrem, so ein Kapitel in der Clubgeschichte mitgestalten zu können, und ich werde weiterhin alles dafür geben, dass dieser Verein bald wieder in der 1. Bundesliga spielt. Denn dort gehört er hin.

… seinen Torriecher: Was ja kaum jemand weiß: Ich habe gar nicht als Stürmer begonnen, sondern auf der Außenbahn im Mittelfeld. Kann man sich heute gar nicht mehr bei mir vorstellen, oder? (lacht) Ich habe in der Jugend von Schalke 04 immer im linken oder rechten Mittelfeld gespielt. Irgendwann wurde ich bei Schalke dann aussortiert, und von da an ging es dann für mich über Stationen bei Essen, Wattenscheid, Wolfsburg und Leverkusen zu Hertha BSC erst ins Sturmzentrum und dann in die Bundesliga. Ein langer Weg.

… seine Familie: Ich habe bekanntlich eine sehr fußballverrückte Familie. Meine Mutter, meine Geschwister – alle fiebern total mit mir und dem HSV mit. Bei dieser Familie war es eigentlich logisch, dass mein Herz schon früh für den Fußball schlagen wird. Mir wird immer wieder erzählt, dass ich quasi schon als Säugling ständig einen Ball in der Hand hatte.

… seine Kindheit: Mit drei Jahren habe ich das erste Mal in einem Verein gespielt, bei Adler Ellinghorst in Gladbeck soll ich damals eifrig über die Asche gelaufen sein. Ich selbst kann mich daran aber nicht mehr erinnern. Was ich aber weiß: Bei mir drehte sich auch später alles nur um Fußball. Wenn ich von der Schule nach Hause kam, haben schon die ersten Nachbarskinder geklingelt und es wurde gekickt. Zwischendurch habe ich mich drei Stunden wegen des Trainings im Verein abgemeldet, anschließend wurde auf der Straße weitergespielt. Wir haben dabei so lange gebolzt, bis die Laternen angingen. Das war dann das Zeichen, dass ich langsam nach Hause muss. In meinem Kopf war schon immer nur Fußball, ich liebe und lebe diesen Sport.

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