Rolf Weiß vom Verein Bergwerk Robertshall sucht alte Super-8-Filme aus der Süderelbe- region. Foto: pr

Vor gut 100 Jahren gab es am Ehestorfer Heuweg das Braunkohlebergwerk Robertshall. Wie dort gearbeitet wurde, dokumentiert der Verein Bergwerk Robertshall. Ganz besonders der ehemalige Hausbrucher Rolf Weiß, 47, widmet der Heimatkunde viel Zeit. Jetzt planen Weiß und seine Vereinskollegen ein neues Projekt: Der Verein sammelt alte Super-8-Filme, die sich noch in Schränken, Kellern und auf Dachböden befinden, um sie zu digitalisieren.
„Die Digitalisierung alter Super-8-Filme erfolgt Bild für Bild mittels eines speziellen Scanners und ist recht zeitaufwendig“, erläutert Weiß. „Aus diesem Grunde ist es auch ziemlich teuer. Daher verzichten viele Filmbesitzer darauf und nutzen die Filme einfach nicht mehr. Funktionsfähige Projektoren sind inzwischen auch rar geworden. Sie werden immerhin schon seit über 35 Jahren nicht mehr hergestellt.“

Funktionsfähige Projektoren sind rar
geworden
Rolf Weiß,
Heimatkundler

Die Vereinsmitglieder sind auf der Suche nach interessanten Straßenszenen, Hausbaustellen, Aufnahmen von öffentlichen Plätzen oder Orten mit hohem Wiedererkennungswert. Aus diesen Zusammenschnitten soll ein Film entstehen, der den Süderelberaum der 1970er und 1980er Jahre zeigt.
„Längst vergessene Aufnahmen, nicht mehr vorhandene Häuser, der alte Nahverkehrszug nach Neugraben, der Bau der Autobahn A 7, die Einweihung der Köhlbrandbrücke und weitere interessante Ereignisse haben sich schon auf den bisher über 100 eingelieferten Filmspulen entdecken lassen,“ sagt Rolf Weiß. Der fertige Film wird in Harburg, Hausbruch und Neugraben öffentlich vorgeführt und möglicherweise auch als DVD erhältlich sein.
Wer Interesse hat, seine alten Super-8-Filme aus der Süderelberegion kostenlos digitalisieren zu lassen, kann sich unter Tel 0176/ 39 20 14 65 oder per E-Mail an robertshall@gmx.de bei Rolf Weiß melden.

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