Diese einsturzgefährdete Baracke steht zwischen Roseggerstraße und Bahndamm, direkt neben einem Spielplatz. Foto: oz

Olaf Zimmermann, Harburg

Die Baracke steht ganz am Ende der Roseggerstraße, direkt am Bahndamm, unmittelbar neben einem Spielplatz. Im angekokelten Dach klafft ein Loch, innen hängen Balken von der Decke. Müllreste zeigen, dass sich hier vor kurzer Zeit noch Menschen aufgehalten haben.
„Die Baracke ist absolut einsturzgefährdet“, urteilt Anwohnerin Brigitta Huhnke, „nichts ist abgesperrt, das bedeutet für Kinder eine große Gefahr.“ Telefonische Hinweise der Wilstorferin an Baubehörde und Harburger Verwaltung brachten kein Ergebnis. „Muss denn erst etwas passieren?“, fragt sie besorgt.

Eine Nachfrage beim Bezirksmat Harburg zeigt: Die Verwaltung kennt das Problem. „Ende Dezember 2018 wurden wir in Kenntnis gesetzt“, sagt Bezirksamtssprecher Dennis Imhäuser. „Daraufhin wurde ein Mitarbeiter des Bezirksamts mit einer Dokumentation der Umzäunung und der Baracke beauftragt.“

Ergebnis: Die Baracke ist einsturzgefährdet. Es ist nicht auszuschließen, dass Kinder durch ein Loch im Zaun auf das Gelände gelangen können.
Auch ein Verantwortlicher wurde ermittelt: Pächter der Baracke ist die DB Netz AG. Am 7. Februar forderte das Bezirksamt die Bahn auf, das Gelände zu sichern und den Abriss oder die Instandsetzung der Baracke zu veranlassen. Die DB Netz AG sagte dies gegenüber dem Bezirksamt auch zu.
„Ja, das ist unsere Anlage“, bestätigt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis.

„Ein Mitarbeiter hat sich die Sache vor Ort angeschaut. Eine Absperrung des Geländes wird schnellstmöglich veranlasst.“ Anschließend soll die Baracke zügig abgerissen werden.
Falls sich die Bahn damit zu lange Zeit lassen sollte, wird das Bezirksamt eine neue Frist setzen. Hat sich dann immer noch nichts getan, kann die Verwaltung die Baracke abreißen lassen und die Kosten der DB Netz AG in Rechnung stellen.

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